i2. Gatt. Der Oelbaum. Olea. 197
grau sind, Olea ^allica, foliis lineari-Ianceolatis sub- guro«tus incaniä, und vom Tcurneforc der Oelbaum mit paischeeeiner kleinen länglichen Frucht, Olea fruüu oblongo Del-minori, genennct; dieser, von dem sie im Languedocdreycrley Sorten, nämlich den Lormeau, den Ampou-lan und Moureau unterscheiden, hat kleine länglichteFrüchte, welche nicht nur zum Einmachen am meistengeschätzt werden, sondern auch das feineste und besteDel geben, welches einen grossen Zweig der Handlungin der Provence und in Languedoc ausmacht. Derspanische Oelbaum, welcher beym Miller der Oelbaummit lanzenförmigen Blattern und einer cyförmigenFrucht, Oloa foliis lanceolatis, fruüu ovato, undbeym Tourncforr der Oelbaum mit der größten FruchtOlea fruciu maximo, beißt, wird in Spanien gezogen,und gelangt zu einer weit ansehnlichern Größe, als dervorige; seine Blatter sind viel größer, und aus der un'lern Seite nicht so weiß- auch sind seine Früchte zwey-mal grösser, als des Provcncer Oclbanms seine zu seynpflegen, sie haben aber einen starken und widrigen Ge-schmack, und daher ist auch das aus denselben bereiteteOel 'viel unangenehmer und schlechter, ob sie schonreichlicher ausgeben. Ausser diese» beyden Hauptsortengiebt es in Ansehung der Größe, Figiir »nd Farbenoch viclerlcy Zwischen- oder Redensarten. In Tosca-na wachsen kleine, runde Oliven, welche Olivellae ge-nannt werden. Ausser den gemeinen schwärzliche» giebtes auch grüne, wcisse und röthliche Oliven. Bey ei-nigen Olive» sitzt das Fleisch, gleichwie bey gewissenPsersichen, ganz fest am Stein, wenn man die Fruchtzerbricht; bey andern aber ist ctz loß. Auch ist in demGeschmack und andern Eigenschaften derselben ein matt'Nigfalkigec Unterschied.
Der Oelbaum wurde von den Alten für einenSeebaum gehalten, denn sie glaubten, daß solcher ineiniger Entfernung von der See gar nicht fortkoinmen
Nz würde;