Ztvoke Classe, Elster Abschnitt,
Euro» würde; allein die Erfahrung hat gclchrct, daß er in je«paischcr dem Land ganz wohl fortkommt, wo nur die Luft die 'Del« gehörige Warme hat, daß sie nicht z>, heiß und nichthaum. zu kalt ist, obschon die Oelbanme, wie mau bemerkethat, das Bespritzen der See besser ertragen können,als die meisten andern. Die südlichen Lander von Eu»ropa sind daher sein eigentliches Vaterland; in denkältern, als in Deutschland, Engeland und der Schweitzkann man sie zwar auch, und nnlcr gewissen Umstan- !den so gar i» freyer Luft ziehen, sie bekommen aber sehr ]selten oder niemalen Früchte, wenigstens werden solchenicht reif. Ucbrigens kommt der Oelbanm fast auf jegli-chcn Boden fort. Wenn er auf einem fetten und nassenBoden stehet, so wird er größer, macht auch ein schö-neres Ansehen, als auf einem Boden, welcher magerist. Die Frucht ist aber alsdcnn weniger werth indemdas davon zubereitete Oel nicht so gut ist , als von fe(*chen Früchten, welche auf einen schlechte» Boden wach-sen. Der kreidige Boden soll für diese Baume der besteseyn, und dasjenige Oel, welches von den Früchtenbereitet wird, die auf einem solchen Boden wachsen, istviel feiner, «nd halt sich auch langer, als ein anderes.
Die unreifen Oliven, welche vom plinius vru,DieOli» pae gencnnct werden, macht man mit Salz und Ge-Wn* würze ein, und genießet sie auf solche Weise vor sich,oder mit andern Speisen; man nimmt dazu die größtenund welche das dickste Fleisch haben. Einige nehmen,uachdem die Oliven eine Zeit lang im Salzwasser gelegensind, den Stein davon heraus, und stecken an dessenStatt die Frucht voir einer Kaper hinein, welches denAppetit desto starker reizen soll. Die reifen, weichenund schwarzen Oliven lasse» sich auch ohne weitere Zu«herciinng mit Salz und Pfeffer essen, vor sich aber sindsie herb, und nicht zu genießen,
5^^, Von weit allgemeiner» Gebrauch und Nutze» aber
öl. ist das Baumöl, welches in dem Fleisch der Oliven
entba!»