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1 (1777) Von den Palmbäumen und andern Bäumen / Carl von Linné
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211
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rf.Qlatt Die Nachtblume. Ny&anthes. in

beschmieren. Die Frucht ist eine grüne, trockene, platte Trauer»Saamenkapsel, welche eine Rath in die Quere hat, bäum.und innweudig zwey plattcunde durch eine Scheide«wand von einander abgesonderte Saamen enthalt. DieBlumen habe» einen bitterlichten Geschmack, und wer-den nebst dem Saamen von den Aerzten in Indien we-gen ihren überaus angenehmen und erquickenden Ge-ruch vor herzstärkend gehalten. Das von demselbengebrannte Wasser wird in Tüchlein übergeschlagen sehrvor die Augen gerühmt, auch fünften um deö Geruchswillen gebraucht.

4) Zottige Nachtblume. Ny&anthes hirfuta. Vierte

Art.

Mit zotigen oder rauhen Blatt- und Blumenstielen,

hlyLiantboz pctiolis pedunculisque viJlosis. Unter»LIN. Üyst veg. p. ^4. Sp. pl. 8. Rava-pon. schei«RHEED. Hort. Malab. IV. p. 99. t. 48. dungS»RAI. Hist. p. 1602. BURM. Flor. ind. p. 4.

Dieser Baum wird von Lommelpn, welcher auch Zottigean der Ausgabe des lNalabarischen Garreno gearbei-tet hat, der indianische Beertragende Jasmin, mit einer * *'großen, weissen, bey Nacht riechenden Blume, Jasmi-Dum indicum baccäferum, fiore albo, majore, nostuoiente, genennet. Weil seine Blumen, wie des vorher-gehenden, auch nur des Abends sich öfnen, und deSMorgens abfalle», so nennen ihn einige gleichfallsArbor tristis, oder den bey Tag tränkenden Baum.

Er wachset in Ostindien, und ist daselbst ein hoherBaum, welcher einen dicken wctßlichtcn Stamm miteiner dunkelbraunen Rinde hat; seine ausgebreiteteKrone bestehet aus vielen Zweigen, welche auf allenSeiten mit großen, eyrundcn, glatten, theils gepaart,theils wcchselsweift und ohne besondere Ordnung ste-henden Blättern besetzt sind, welche eine hellgrüne Farbehaben, und auf haarichen Stielen stehen. Die Blit»wen kommen neben an den Seiten der Zweige aus den

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