16. Gatt. Tamarindenbaum. lamarinäus. 1 19
doppelten Hülse nun liegt das weiche Mark, welches, Westi n»wenn eS reif ist, sich von der äusser» Hülse abgesondert bischerhat, und den Raum zwischen dieser und der innern nicht Tani!»«mehr ganz ausfüllet. Wenn man daher alsdann die äu> wscre Hülse zerbricht, so siehet man unter derselben dasMark an dem Stiele durch einige starke Bänder oderFaden hangen, welche dasselbe umgeben, und vorherSaftgefasse gewesen zu seyn scheine»^ welche sich aberleichtlich davon loßmache» lassen.
Die Einwohner pflegen, wie Herr Jacquin bcrich«tet, von diesem Baume zwo Sorten zu unterscheiden,nehmlich eine süsse und eine saure oder herbe. Es giebtauch, sagt er ferner, in der That solche Tamarindcnbäu»ine, welche alle Jahre lauter Früchte tragen, die vielsüsser sind, als von andern; und eben so ist auch beyden sauren ihre Eigenschaft durchaus beständig in einemJahre, wie in dem andern sich gleich. Weil Mail aberausser dem sonst keinen Unterschied unter beyden wahr»nehmen kann, so Kalt er davor, daß dieser Unterschied imGeschmacke nur dem Boden, worinn sie wachsen, oder ir»gend einer andern noch unbekannten zufälligen Ursachezuzuschreiben seye. Die Amerikaner, insonderheit dieEinwohner von Curacao halten diese Früchte sehr hoch,und essen dieselben, wenn sie reif sind, in großer Mengeroh, ebne die geringste Beschwerlichkeit, ausgenommendaß sie bisweilen etwas gründ lapiren. Die sogenann'tc süsse, lagt er, schmeckten mir ziemlich wohl, doch faudsich zugleich immer etwas herbes in denselben, welchesdie Zunge auf eine unangenehme Weise rührete. Ersahe auch mit Verwunderung, daß die Einwohner vonMartinique, diese »och unreife, und also äußerst herbeFrüchte dennoch essen konnten; die Einwohner von Cu»ba aber wissen aus den geschälten unreifen Früchten,durchs Einmachen mit Zucker, ein sehr angenehmen Le-ckerbissen zu bereiten.
Jnsgcmin setzen die Schriftsteller den Unterschiedzwischen den Ost, und Westindischen Tamarinden da«
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