2LO Zwote Classe. Zweyter Abschnitt.
Wcstin« rinnen, daß jene schwärzer und trockner seyen, auchdischer mehrcres und saureres Mark haben, welches sich ohneTama- Zucker erhält; da hingegen die Westindische mit Zuckerkaum"' werden müssen, süsser seyen, und weniger Mark
haben. Es gilt also auch vermuthlich nur von dem oft'indischen Tamarindcnbaum, was Herr Gledirsih meldetdaß sich nämlich in einem gewissen Alter, in diesem Baumedas saure wesentliche Salz so häufig finde, daß es zuweilenmit den Säften durch die Rinde herausdringe. Ueber-»dieß bemerket man auch, daß die Schoten der ostindi-schen Tamarinde immer fast noch einmal so lang sind«als der ander» ihre; und der englische Gärtner, HerrPhilipp Miller versichert, daß diejenige Schoten, wel-che er aus Ostindien bekommen habe, gemeiniglich solang waren, daß sie fünf, sechsund bisweilen sieben Saa-men enthielten, da hingegen die Westindischen, wie auchHerr Iacquin bezeuget, selten mehr als drey bis vierSaamen haben. Die Urfirchc dieser Verschiedenheit magwohl mit Recht darinnen gesucht werden, daß Ostindiendas eigentliche und wahre Vaterland dieses Baums ist.von da aus er erst, wie oben gemeldet worden, »achAmerika gepflanzt wurde. Den Gebrauch der Tama-rinden in der Arzneykunst, haben die Araber eingeführt,und sie werden um ihres Nutzens willen, den sie als«in kühlendes, der Fäulnjß widerstehendes, und gelindereinigendes Mittel schaffen können, noch heut zu Tagehäufig in den Apothccken gebraucht; zu welcher Absichtaber, aus vorhin angezeigten Gründen, die Ostindlscherrerwählet und vorgezogen werden.
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