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1 (1777) Von den Palmbäumen und andern Bäumen / Carl von Linné
Entstehung
Seite
230
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rzo Zwote Classe. Zweyter Abschnitt.

Bam» Dieses Baumartige Rohr kommt zwar sowohl

kusrohr dem äussern Ansehen „ach , als auch wegen seinen krie-chenden und knotichten Wurzeln, welche an ihren Ge-lenken Fasern von sich gebe», mit den übrigen Rohr-oder Schilfarten völlig übcrei»; doch kau man es we« jgen seiner niigomeinen Größe und Höhe wohl auch un-ter die Baume rechnen. In Indien wird dieses Rohr ,insgemein Mambu oder Bambu , und von den Hollän-dern Bamboes-Riet oder Bamboezen gencnnet; und -daher komnit der deutsche Name, Bambusrohr. DieMalabaren nennen es Jly, wiewobl dasjenige baum-artige Rohr, welches Rheche in seinem lstort. kVlalabar.Vol. V. p. 119. t.6o. unter dem Namen Beesba anführet,gleichfalls hiehcr zu gehören scheinet. Die Einwohner vonZcylon nennen dieses Rohr t7na§ha5, welches so vielals, Ficberbaum, bedeutet; weil die Cinghalefcn vocgc-den, daß man das Fieber bekomme, wenn man in ei-nem Wasser bade, in welches die Blumen von .diesenRohren abgefallen sind.

Der Stengel oder Stamm der Bambusbaumeoder Bambnsrohre erreichet eine Höhe von zwey oderdrcyMannslangen, ehe er sich in Aeste vertheilet, und als-dann bekommt das Gewächse noch wciters oftmals eineHöhe von fünfzig bis sechzig Schuhen. Wenn dieBambusrohre noch jung sind , so bestehen sie aus einemfeinen Marke mit einer engen Röhre in der Mitte,wenn sie aber größer werden, so erweitert sich ihre in-wendige Höhle dergestalt, daß sie alsdann gleichsamhohle Canale oder Cylinder sind. Der Stamm unddie Aeste sind rund, und mit einer grünen Rinde be-dckt; und haben an ihren knotichten Gelenken oderAbsätzen aussen steife, längliche Dorne», auch ist dieHoble daselbst inwendig durch eine holzichte Scheid«wand unterbrochen. Dieses macht, daß die Indianerdie Stücke von dicken Bambusrohren sehr geschickt zuallerhand Gcfässen gebrauchen können, wocinneii sieden Paimwein und andere stutzige Sachen auffange»

nnd