274 Zwote Classe. Vierter Abschnitt.
Coffe« der vorigen Act verwirre und für einerley halte, wel«
bäum. <S)c in Wcstindien gezogen wird, aber erst aus Arabiendahin gekommen ist, wie vorhin gemeldet worden; diegegenwärtige Art wachst ursprünglich in Wcstindienund ist von der vorigen in vielen Stücken unterschieden,so, daß es noch nicht mit völliger Gewißheit ausge»macht ist, ob sie mit Recht zu eben derselben Gattunggehöret. Ehmalen beschrieb Linnens in der zebentenAusgabe seines Natursystems (l'om II. p. 8<n.) dies«Pflanze unter den Namen, Ixora foliis lanceolatoovatis, fioribus pariculatis; Browne nennet sie einePavetta; und plumiec einen Jasmin. Herr Jacqumendlich , weichen hernach Linnen« nachfolget ist, hat sitzu der Gattung des Coffees gerechnet.
Es ist nach Herrn Jacqutns Beschreibung einkleiner Baum mit einem geraden, ästigen, sechs Schuhhoben Stamme; er hat nur an seinen jungen ZweigenBlatter, welche auf Stielen gerade gegen einander überstehen, lanzettförmig- oval und unfehr vier Zoll langsind, und sich mit einer stumpfen Spitze endigen, glän-zend sind und einen glatten Rand haben; auf beydenSeiten zwischen zween Blarsticlen stehet allemal ein pfrie,nienförmigcS, spitziges und aufrechtes Aftcrblattlein(Stipula). Die Blumcnbüschcl bestehen aus dreyfachoder bißwcilen auch rispenförmig zertheilten Blumen-stielen ; sie sitzen schier dnrchgehendS an den Enden derZweige, größtcntheils auch in den Winkeln der Blätter,und tragen schneeweisse, ungcmein wohlriechende Blu»wen. Eine jede Blume bat einen kleinen, vierzahni»gen Blumenkelch, welcher auf dem Fruchtknoten sitzt;die weisst Blumenkrone .bestehet aus einer einfa-chen Röhre, welche unten eng und ein wenig gebogen,und viel länger ist alS der Kelch, und sich oben in vierspitzige, oval« lanzettförmige Lappen zertheilet, welcheauswärts zurückgebogen und länger sind als die Blu»menröhre. Dir Staubfäden, bereit nur vier sind, sitzen
ganz