Der
Krakien-
«igen-
baüm.
294 Zwote Classe. Vierter Abschnitt.
zot. Csniram. Hort. MSI. l. p. 67.
t. z?. RAI. hist. 1661.
Dieses ist ein hoher Baum, welcher auf der InselCeylon, und in Malabar, wo man ihn Caniram nennet/<tnf (andichten Plätzen wachst; sein Stamm hat zwölfSchuh im Umfang, und i|l mit einer diiiikeiaschgrauenoder rothbrauncn Rinde bedeckt; seine Aeste breiten sichweit aus. und die röthlichen oder gelblichen Zweige sindün ihren Knoten mit Blattern besetzt. Die Blatter sie«hen auf runden Stielen bald wcchsclswcisc, bald gegen-einander über, bald einzeln, bald zwey beyeinander; siesind cyförmigrund, haben einen ganzen und unzeriheilteiiRand, und Meistens fünf der Lange nach auSlaufendc starkhervorragende Ribben. Die Blume» kommen im Sommerzum Vorschein, und haben einen fünfmal cingcschnittenenKelch, eine weissc und gleichfalls fünffach zertheilte Biu-Mcnkrone; und wachsen in tranbenförmigen Büschel,,oder Strausscn auf kurzen, dicken Stielen. Die reifenFrüchte sind goldgelb , und haben die Figur runder Ae«pfel, und »ngefchc die Größe der Apricosen oder Pfcrsi-che; von anffcn sind sie trocken, hart und gleichsam hol-zig, aber doch leicht zerbrechlich, und innwcndig enthal-ten sie ein weiffcs, weiches, fchwanimichkcs und schlei-miges Fleisch, worimien viele, (ohngcfchr acht odermehrere) von einander abgesonderte Saamen liegen,welche insgemein unter dem Namen Brechnüsse (Nii*ces vomicae) oder ArLhenaugen bekannt sind. DieseEaamen oder Krahcnaiigen sind wcißgrau und glänzendihre Oberfläche ist auf beyden Seilen ganz glatt undfein anzufühlen, weil sie gänzlich mit zarten, auswarts,liegcndcn Haaren bedeckt ist, welche in kreißsormigenReihen stehen; in der Mitte haben sie einen kleinen Na-bel, und ihre Substanz ist sehr hart und zähe, wie Horn,daß man sie nicht zerstoffen kann, sondern mit einer Feileoder Raspe klein machen muß. Die Blumen sind klein, ha-ben einen schwachen aber nicht unangenehme« Geruch; die
Früchte