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1 (1777) Von den Palmbäumen und andern Bäumen / Carl von Linné
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459
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7i. Gatt. Spitzenblume oder Affengesicht. 459

Spitze»»

ucrn, welchselswcise zwischen den andern stehenden aber, blumeeine weißliche Farbe haben; die Blume selbst bestehet oderaus scchszehen, ebenfalls länglichen, schmalen und spi-tzigcn Blättlcin, von denen immer zwey und zwey naherbeysammen stehen, und dic.'sich auch sternförniig ausbrei-ten; i» der Mitte der Blume stehen acht wciffe aufrechteBlattlcin, um acht kurze, aufrechte und haarige Staub»faden herum, und diese Staubfaden umgeben den Frucht»knoten, welcher einen blaßgrünen Griffel hat. DerBlumenkelch bleibet nach abgefallener Blüthe stehen,und umgibt die Frucht, welche olivcnförmig und obenzugespitzt, anfänglich grün, hernach aber gelb und röth»lich ist, und unter ihrer Haut «in gelbes, mchlichteS«süßlichlcs und eßbares Fleisch hat, worinne» ein oderzwey länglichrunde, glänzendbraune Steinlcin enthalten'sind. Dieser Baum blühet in Malabar des Jahreszwcymal; seine Blumen haben einen sehr angenehmenGeruch, und die Einwohner destilliren aus denselben einsehr liebliches Wasser, welches sie fast, wie die Euro-päer das Roscnwasser, vor eine Hcrzstärkung halten,und in Fiebern und in der Melancholie gebrauchen. Auchstellt man diese Blumen in Gemächern, um ihres Geruchswillen, in ein Wasser; zu Batavia verkaufen sie dieselbeauf dem Markte, und in Ceylon tragen die WeibsbilderKranze von denselben am Halse. Den Früchten schrei-ben die Malabarcn eine die Geburt befördernde Kraft zu.

Herr N. L. Burmann rechnet hieher auch noch ei-nen Baum, welcher in Amboina, selbst auf kahlen Klip-pen am Ufer wild wachset, und vom Rumpl) unter demNamen Zonga - ss'aninng-b.aut beschrieben wird; einigehallen diesen nur vor eine wilde Art, und glauben, daßder vorhergehende, als der zahme, von diesem abstamme,welches Rumph aber nicht für wahrscheinlich hält.Ilebrigens kommt dieser Baum sowohl in Ansehung sei»ner Blätter und Blumen, welche aber fast keinen Gc»euch haben, als auch der Früchte mit dem Elengi über»ein; und wird ein Baum, dessen Stamm öfters wohl