74 - Satt. Balsamstrauch. Amyris. 475
„ Geruchs vollkomnicn mit dem Balsambaum, den ich Balsang-„zuGidda gesehen hatte, überein, ausgenommen, daß bäum.„alle seine Blatter gefiedert waren, und die Früchte sa«
„hen gänzlich dem ssarpoball'amrim ähnlich, so wie Al«
„pinus solchen vorgestellet hat. Ich habe Blumen da«
„von gesehen, welche vollkommen die Kennzeichen von der, Gattung Amyrrz hatten. Auch ist hier bey Demen„noch eine Art von dieser Gattung, wovon das Holz„ in ganz Egypten herum, um Trinkgcsaffe und Urnen„damit wohlriechend zu machen, verschicket wird.,,
Man steht aber aus diesem Brief, wie im folgen-den noch mehr erhellen wird, daß man den Balsam vonMecha oder Giliad aus zwcycrlcy oder drcycrley Artenvon Amyris Bäumen sammelt, oder wenigstens sammelnkann. Inzwischen beschreibet Linncus diejenige Art,welche er Amyris gileadensis nennet, nach dcm Zwei-ge, den ihm Zr^skäl davon mitgetheilet hat, also: „ES„ist ein Strauch mit purpurrothen und gleichsam gc«
„ streiften Zweigen, welche mit hervorragenden Knoten„besetzt sind, aus denen Büschel von Blatstielcn ent«
„ springen , deren jeglicher drey ungcstielte, lanzenför«
„mige, spitzige, und am Rande ganz glatte Bla'ttlcin„tragt, von denen dasjenige, welches einzeln am Ende„sitzt, etwas größer als die andern, und einigermassen„ keulförmig ist. Aus eben diesen Knoten kommen zwischen„den Blattern, an jedem drey Blumen herfür, von denen„jegliche auf ihrem eigenen Sticlchen sitzt, welche kürzer„ als das Blat, und unten mit einem sehr kleinen After-„ blattlcin besetzt ist. Der Kelch dieser Blume bestehet„aus einem Stück, und bat vier kurze von einander„entfernt stehende Zahne; die Blumcnkronc bestehet anS„vier eyrunden Blumenblattlein, und in der Mitte dec„Blume sitzt ein dunkclrother Fruchtknoten mit einem„kegelförmigen oder cylindrifchen Griffel und einer„ stumpfen Narbe, und um denselben stehen acht sehr kur-ze