Balsam-
baum.
Eigen-sckaftcndes Me-chabal«fams.
480 Zwote Classe. Siebenter Abschnitt.
„wenn man Einschnitte in ihre Rinde macht, und ist„anfänglich weiß, bekommt aber hernach eine grüne,„hierauf eine goldgelbe, und endlich eine honjgbraunli-„che Farbe; beym Herausflicßen ist er hell und dünne», hernach wird er etwas trübe, alsdann aber wiederum„bester, und endlich durch das Alter so dick als Tec.„bcnthin-,,
Ein wahrer und ächter Balsam von Mccha sollflüßig, fein und durchsichtig, von einer besten, weissen,gelblichtcn, oder grünlichten Farbe, von einem angcnch»mcn, etwas citronenähnlichen, durchdringenden und stär-kenden Gerüche, und von einem scharfen, gcwürjhafte»und bitterlichke» Geschmack seyn; wenn man einen Tro-pfen davon ins Wasser gießt, so sost er dasselbe sogleichmit einer Hank überziehen, die sich mit einem Holzevöstig wieder abziehen laßt, und das Wasser, insonder-heit wenn eS leicht gerührt oder geschüttelt wird, mußdavon trüb und milchigt werden; wenn aber der Tro-pfen auf dem Wasser stehen bleibt, ohne sich auf dessenOberflache auszubreiten, so ist der Balsanr schlecht undverfälscht. Seine Flüßigkcit und Farbe können sichzwar durch das Alter verändern, aber seine Feinheitund Durchsichtigkeit, seinen angenehmen Geruch, unddie Leichtigkeit sich einigermassen mit dem Wasser zu ver-mischen, sost er, wenn er gut ist, immerdar behalten»ja einige Schriftsteller halten sogar diß für das gewis-seste Kennzeichen in Verbindung mit den übrigen, wenner das Wasser, worein man ihn tröpfeln laßt, sogleichganz trübe und milchigt macht. Was seine Arzncykraf-te belrift, so rühmt man ihn nicht nur mit Recht äus-serlich als eines der besten Mittel in Reinigung undHeilung der Wunden und Geschwüre, sondern auch in»nerlich als eine vorlrefliche reinigende, harntreibende,Nervenstärkende und der Faulniß widerstehende Arzney,welche daher von einigen vorzüglich in der schleimichtcirEngbrüstigkeit, in Geschwüren der Brust und Nieren,und einigen Arten von Gliederweh empfohlen wird.
'S) Gif.