fos Zwote Classe. Achter Abschnitt.
Lorbeer, ,»ne oder etliche Linien weit gleichsam in eins zusammen»„gewachsen fortlaufen, und alsdann erst aus einander„gehen; auf der Oberflache baden sie eine schöne hell»„ grüne Farbe, auf der untern aber sind sie blasser, und„ die Ribben sind wcißlicht. Der Geruch und Geschmack„ dieser Blatter, den sie auch nach sieben Jahren, seitdem„ich sie in meinem Kräuterbuch verwahre, noch nicht„verlvhren haben, ist dem Zimmet ähnlich und sehr an»„genehm. An den jungen Zweigen entstehe» aus den„entgegengesetzten Winkeln der Blatter, dünne zu»„sammengcsctzte Blumenstiele, von benen die a'nssern„einen, die übrigen aber zween b:6 drey Zoll lang„ sind, und am Ende drey Blumen tragen, oder sich„in drey kleinere Stiele zertheilen, yo» heuen jcgli»„chec drey Blumen tragt. Diese Blumen sind klein,„haben eine gelbgrünlrchte Farbe, und fast gar keinen„Geschmack, verbreiten aber weit umher einen etwas un»„angenehmen Geruch, welcher mit dem Geruch der Tür»„kenbunde (Lilium Martagon) übereinkommt. Diese„ Blumen haben keinen Blumenkelch; eine a»S sechs cy»„ runden, hohlen spitzigen Blattlein bestehende Blumen»„kröne; neun Staubfaden, etwas kürzer als die Blu»„mcnkrsne, von denen die innere an der Basis auf einem„ kurzen Stielchen zwey kugelrunde Körperchen haben; ein„Nekrarium, welches den Fruchtknoten »mgichk, und aus„drey mit Spitze» besetzten Knotlein bestehet; und einen„länglichrunden Fruchtknoten, mit einem einfachen„Griffel, welcher länger ist als die Staubfaden, und„ eine flache, kopfförmige. dreyeckige Narbe hat. Anf„ diese Blumen folgen weiche, unschmackhafte Früchte,„von der Größe und Figur einer mittelmäßigen Olive,„und von einer dunkelblauen Farbe, welche eine grau»„ lichte Nuß enthalten, die unter einer dünnen «nd sprö-„den Echaale einen weissen Kern hat', welcher, bald„nach dem Abfallen, in der Erde keimet und aufgeht;„daher man zur Zeit, wann die Früchte reif sind, un»,, ter dem Baume eine Menge junger Pflanzen aufwach»