si6 ZwotrTlasse. Achter Abschnitt.
Lorbeer. Caßienrinde, welche in Ansehung dec Stacke, deS Ge-ruchs, und des angenehme» und süssen GeschmakS demwahren Zimmet nicht viel nachgibt; beym Zerstoßen aberlaßt sie sich niemals so fein machen , sondern gibt immer :ein gröberes Pulver.
Der Caßienbarim wird in Malabar Larvs oderKrrva genennet, und blühet daselbst im Jenner. Erwird vier biS fünf Mann hoch , und fein Stamm,welcher sich mit einem Arm umfassen laßt, hat sowohlals die Acste, eine aschgraue Rinde und unter derselbeneinen grünen Bast, welcher mit dem Alter roth wird;daS Holz desselben ist weiß und ohne Geruch , aber dieWurzeln riechen nach Caniphcr. Die Blatter stehenauf kurzen etwas dicken Stielen, theils gegen einander iüber , theils einzeln; sie sind länglichrund , fast noch ein« jmal so lang als breit, am Ende vornen spizig, und in jder Mitte am breitesten , bey dem Stiel aber sind sie jschmäler , und werden auch gegen die Spize zu inmierdünner, und haben also völlig eine lanzeusörmige Figur.Sie sind eine Spanne lang und drüber, auf der obernSeite flach, glatt und hochgrün , auf der untern aberfind sie dlaßgrün, und haben drey gclblichte stark her-vorragende Ribbcn, welche von deni Stiel entspringen,und zuerst vereinigt, hernach aber abgesondert, fast bisan die Spitze fortlaufen, wo die zwo Scilrnribbcnsich gegen deni Rande hin in kleine Aederchen verlieren,die Mittelste aber lauft ganz bis an die Spize hinaus;am Rand« sind diese Blatter gleichsam mit einem wcissenSaum eingefaßt , und wenn sie noch jung sind, habensie eine rothe Leberfarbe. Die Blumen entstehen in star,ken Büscheln aus den Winkeln der Blatter , welche Bü-fchel allemal eine» gemeinschaftlichen Stiel haben, undaus zahlreichen Blumen bestehen. Die Blumen habeneinen kleinen Kelch, sechs blaßgrüne Blumenblattlcin, und«ine doppelte Reihe Staubfaden, welche um den Fruchtknoten herumstehen. Auf die Blumen folgen länglich-runde,