79* Gattung. Lorbeer. Laurus. p 9
unten am Stiel kurz zugespitzt, hernach eyrund und Lorbeerendigen sich oben mit einer schmalen, länglichen Spitze.
Am Rande sind sie ganz, und manchmal etwas wellen»förmig, und nichr selten mit einem schmalen weiffcnSamnie eingefaßt; ihre Oberfläche hat eine glänzende, dnn-kclgrünc Farbe, die untere aber ist blaßgrün, und gleich-sam seidenartig anzufühlen; in der Mitte lauft eineblaßgrünc Ribbe hindurch, welche auf beyden Seitenherfürragcl, und einige wenige krumme Nebcnaderngegen dem Rand hinaus von sich giebt; in den Winkelndieser Adern sitzen nicht selten gewißc Drüslcjn, welchediesem Baume fast eigen sind. Wenn der Baum seingehöriges Alter und eine gewisse Größe erreicht hat, soentstehen im May und Iuiiius aus den Winkel» derBlatter, gegen daS Ende der Zweig« zu, dünne zweenZoll lange Blumenstiele, welche am Ende etliche sehrkurze Zlielchen mit kleinen Blumen tragen. Diese Blu-men sind etwa so groß, als wie ein Coriaudcrsaamen,haben einen sehr kleinen Blumenkelch, und bestehen auSsechs weisscn cyrunden Blättlcin, und neun um den Frucht-knoten herumsitzenden Staubfaden. Auf diese folget ei- •
11 c Beere, welche unten in einem kleinen Kelch angewach-sen, und wenn sie reif worden, wie eine große Erbse,von einer etwas ungleichen Figur, und einer glänzendenschwarzrothen Farbe ist, sie enthält unter einem weichendunkclcothcn Fleisch, von einem theils Campher, theilsGewürznelkcnartigen Geschmack, einen öblichten umschmackhaften Kern von der Größe eines Pfefferkorns,welcher cnkjwey getheilt, und mit glänzcndschwarzenHäuflein überzogen ist. Aus diesen« Baume bereiten dieBanrcn in der japanischen Provinz Satzuma, und auf denInseln 6otbo den Campber, indem sie die Wurzeln unddas Holz von demselben, klein geschnitten mit Wasser ineinem eisernen Kessel kochen, welcher mit einem großen,irrdcnen Helm bedeckt ist, der einen Schnabel hat, da-mit er nicht zerspringe; wobey sich alsdann der Cam-vhec sublimirt, und in dem Heim an das daselbst befind-
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