sis ZwoteClasse. Achter Abschnitt.
kocbccr. Camphergcruch von sich ; und so verhalt es sich auch mitdem Stamm , n»d insonderheit mit den Wurzeln.Dieser Baum tragt auf einigen Stammen lauter mann«lichc, und auf andern lauter Zwitterblumen. Mankan ihn nach Herrn Millers Erfahrungen auch in Eu-ropa entweder aus feinen Beeren, wenn man sie frischhaben kann , oder aus Ablegern ziehe»; er bat im Win-ter keine künstliche Hitze nöthig, und ist genug, wenner in einem warmen und trockenen Gewächs-banse stehet,auch darf man ihn zu dieser Iahrszcit nicht stark begief-fe» ; im Sommer aber muß er fleißig begossen werden,und an einem warmen Orte stehen, wo er gegen diestarken Winde verwahret, und doch den Sonnenstrah-len nicht zu sehr ausgesetzt ist.
Nach Dämpfers Bericht wird der Camphcr-bäum voruämlich in denen Wäldern von Japan , wcl.«chc gegen Westen liegen , und auf den benachbartenInseln dieser Seite angetroffen; und bekommt die Grös-se und das Ansehen eines Lindenbaums. Man nennetihn daselbst Ss}0 oder K.us Noki , oder Nambok.Seine Wurzel zertheilet sich in wenige , aber starkeScitenwurzeln, riechet stärker, und gibt auch beymAuskochen eine grössere Menge Camphcr, als die übri-gen Theile. Der Stamm hat eine etwas raube undschwärzlichte Rinde, an den jungen Zweigen aber istsie glal' , grünlicht und glänzend , und läßt sich gerneabschälen ; sein Holz ist weiß . bekommt aber, wenn esausgetrocknet ist, röthlichc Adern oder Flecken, hateine auS ziemlich dicken Fasern bestehendes lockeres Ge-webe , und lässet sich zwar bisweilen zu Schreiuwerkgebrauchen, weil aber das flüchtige Harz nach und nachdavon geht , so wird dadurch seine Oberfläche mit derZeit ganz rauh. Die Blätter stehen ohne gewisse Ord-nung auf dünnen, anderthalb Zoll lange», und zuwei-len grünröthlichcn Stielen ; und sind bey drey Zoll langpdcc drüber, haben eine dünne häutige Substanz, sind
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