82. Gatt. Cercis oder Judasbaum. 549
-er dem Fruchtknoten sitzt eine griffelförmige Saftdrüse; Cercis-auf die Blume folgt eine Hülsciifrucht (Legumen). bccDiese Gattung begreift zwo Arten von Bäumen unter 2 "daSsich, wovon der eine in Europa, und der andere in Ame- bäum.rika wachset:
0 Gemeiner oder europäischer Judasbaum. ^
Cercis Siliquastrum. Erste
Mit herzförmig scheibenrunden, glatten Blattern, Cer-cis foliis cordato orbiculatis, glabris. L 1 NN.
Syst. veg. p. 526. Spcc. pl. Hort. Cliff.
156. Hort. upf. 99. ROY. Lugdb. 46;. j e i^cir.
' GRÜN. Orient. i;i. Siliqua sylvestris rotun-difolia. C. BAUHIN pin. 402. Siliquastrum.TOURNEF. inst. 646. t. 414. Ärbor Judai-ca. J. BAUH. Hist. 1. p. 4;;. Arbor Judae.
DOD. pempt. 787. RAI, Hist. 2. p. 1717.WE 1 NMAN. PHYT. t. 922. lit. b.
Dieser Baum, welchen Läsalpin Cerci?Theophrasti nennet, wachset nicht nur in den Morgen»ländern, sondern auch in Spanien, Italien, inLangucdocund andern südlichen Theilen von Frankreich wild; unddauret nach Herrn Millers Erfahrungen, auch in Frank«reich die freye Luft aus. Er wird inSgcmei» der Judas»bäum, Arbor Judae, oder vielleicht besser, der jüdischeBaum, Arbor Judaiea, gcnennet, und heißt bey denFranzosen Arbre de Jud£e; bey den Engländern judas-tree; und bey den Holländern Judasboom; welcheBenennung vielleicht daher ihren Ursprung hat, weilderselbe in dcm jüdischen oder gelobten Lande, und in de»Morgenländern überhaupt sehr gemein ist, so daß manin der Türkey nicht leicht Begräbnißplätzc antrift, wel»che nicht unter andern auch mit diesem Baume gczicrctwären. Die Grieche» nennen ihn Kouchouchia; mibwegen seiner Schönheit wird er von den Spaniern undPortugiesen Arbor d'Amor, daS ist, Liebesbaum, gc»
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