8z. Gattung. Bauhinie.ksukmis. 555
Aeste^ welche mit ihren zahlreichen und dicht belaubten Bauhi«Zweigen eine grosse und schön ausgebreitete Krone ma» nie.chen Seine Blatter stehen auf kurzen Stielen, sie sindam Ende, wie ein Geißfuß, gespalten , und werdendaher auch von den Portugiesen Pee de Capra genen»net; ihre Lappen sind länglichrund, unten am Stielherzförmig und nach vorne» zu etwas schmaler, undschliessen sich einwärts ein wenig zusammen, sie habenauf der obern Seite eine mattgrüne , und unten eineblaulichtgrüne Farbe, der Rand aber ist mit einem blaß»grünen Saum eingefaßt. Ein jedes Blatt hat cilfAdern, oder eigentlich eine Mittclribbe, von welcher aufbeyden Seiten in jeglichen Lappen fünf Adern auslau»fcn. Die Blumen wachsen auf zienstich langen Stie-len in lockern Kolben oder Büscheln, und sitzen, mei«stenS gegen das Ende der Aeste zu, in den Winkeln derBlatter ; sie sind groß und haben einen sehr angenehmenRosengeruch; sie bestehen aus fünf länglichrunden Blatt»lein, welche alle nach einer Seite zu stehen, und vondenen das obere breiter, runder, größer und aufrechterist als die andern , und auch mehr von dem Blumenkelchunterstützt wird. Die Blumcnblattlein sind schön ade»richt, und haben aussen eine weislichke, inwendig abereine dunkclrosenrothe Farbe, welche gegen dem Randezu etwas blasser wird , und das grössere ist mehr dunkel»roth oder purpurfarbig und mit schönen gelben und blaß-rothen Flecken und Adern gezicret; die Staubfaden sindaufwärts gegen dem größten Blattlein gebogen, undsind theils weis , theils rosenfa'rbig. Auf diese Blumen .folgen sehr zusammengedrückte, gerade und glatte Hül«scn, welche sieben bis acht Zoll lang, und manchmalfast einen Zoll breit sind, und eine Reihe langlichrun»der, flachgedrückter, braunrothec Saamen oder Bohne»enthalten , weiche durch ziemlich starke Scheidewändevon einander abgesondert, und aste der Lange nach ander obern Rath der Hülse befestiget sind. Dieser Baumblühet in Malabar das ganze Jahr hindurch , und am
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