556 Zwote Classe. Neunter Abschnitt.
Bauhi» allermeisten zu regnichter Jahreszeit ; feine Blumen,nie. wenn man sie abkocht und mit Zucker versüßt, geben
gleich dem Rosensyrup ein gelindes Laxiermittcl; aus -seiner zähen inwendig dunkelrothen Rind« verfertigtman in Asien Faden, Seile und Gürtel
Sechste 6) Purpurrothe Bauhinie. Bauhinia pur-Art. purea.
Unter, Mit ziemlich herzförniigen, entzweygctheilten, an denschci- Ende» abgerundeten, und auf der untern Seite
dungs« filzigen Bla'ltern, Bauhinia foliis subcordatis,
bipardtis , rotundatis , subtus tomentosis.LINN. Syst. veg. p. 326. Sp. pl. ;;6. MILL,Diel. num. 6. Chovanna - mandaru secundaiPvHEED. mal. 1. p. 59. t- RAI. hist. p.i7ii. Mandaru secunda fpecies. PLUK. ahn.240. BURM. FI. ind. p. 94.
Dieser Baum wachset ebenfalls in beydenIndien, besonders aber in Malabar auf sandichtenPlatzen wild; er wird zwanzig bis dreyßig Schuh hoch,und hat eine dichte und weit ausgebreitete Krone.Seine Blatter sind größer, als des vorhergehenden,und tiefer gespalten ; auch sind ihre Lappen nach vor«nen zu ein wenig schmaler, und haben auf der unternSeile, wo sie ganz weich und gelinde anzufühlen sind,eine mehr blanlichte oder pericnartige, auf der obernaber eine dunkelgrüne Farbe. Seine Blumen habeneinen grünlichtgclbcn und röthlichen, gefaltencn Kelch;linb die Blumenblattlein sind langer und schmaler, alsbey den vorhergehenden , und haben sowohl auswen«big als innwendtg eine sehr schöne purpurrothe Farbe,welche bey vieren derselben durchaus gleich , bey demfünften aber nach unten zu mit wciffcn Streifen unter'brachen ist. Auf diese Blumen folgen ungemein großeHülsen , welche anderthalb biS zwo Spannen langund einen Zoll breit sind, und große, flachrunde Boh-nen,