572 Zwote Classe. Neunter Abschnitt. |
, neu enthalten. Dieser Baum ist ursprünglich in dem |Königreiche Giam zu Hause; man hat ihn aber sästauf allen ostindischen Inseln aus dem Saamcn gezo-gen, so daß er jetzo sehr häufig daselbst vorkommt.Nur der Kern von seinem Holze ist schön roth, undwird zum Farben genommen; der Boden aber, worauf ;der Baum wachst, macht in Ansehung seiner Güte ei-nen merklichen Unterschied. Dasjenige, welches vondem philippinischen Inseln kommt, wird vor das bestegehalten; und nach diesem dasjenige, weiches auf derInsel Cumbawa wächset, und von welchem die Stücke .selten tiefer, als ein Arm oder Fuß, ausfallen.
Nach Rheedes oder Eomelpns Bericht, wäch-set dieser Baum nicht nur auf erhabenen und sandichtcnPlätzen wild, sondern wird auch theils um der Zierde,theils um seines Nutzens willen, häufig gezogen; er 'wird daselbst ungefehr zween Mann hoch, und nichtsonderlich dick; seine Rinde ist aschgrau; sein Holz sehrhart und rothlich, und bey alten Bäumen ganz roth;er hat beständig grüne Blätter, welche einem augench-nni Geruch, und einen etwas bittcrlichtcn Geschmackhaben, und blühet vvm April biS in den Septembermit gelben Blumen , und bekommt zu Ende des Jahrsreife Früchte, welche in vier Zoll langen, und zweenZoll breiten Hülsen bestehen; er fangt in seinem drittenJahre an Früchte zu tragen, und wird bey hundertJahr alt, sein Holz wird nicht nur zum Färben ge-braucht, sondern auch zu feinem und kostbarem Gerä-cht verarbeitet.
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