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1 (1777) Von den Palmbäumen und andern Bäumen / Carl von Linné
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637
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ioi. Gatt. Storax. Styrax. 637

mit dem gemeinen Storax ziemlich übercin, und wird Storax»auch zu gleichen Absichten mit demselben gebraucht, bäum.hak aber insgemein sehr viele Unrcinigkeiten bey sich,und ist noch mehr verfälscht. Ueber den wahren Uc'sprung dieses flüßigen Storax sind die Schriftstellernoch nicht einig , indem einige glauben, er werde durchsKochen auS dem Holz und den Zweigen des wahrenStoraxbaums verfertiget; andere aber halten ihn bloßfür ei» künstliches Gemische. Geoffrop glaubt, nachperiver» Erzählung sey derselbe ein natürliches Pro»duct von einem besondern Baume, periver berichtetnämlich, der flüßige Storax werde von den Türkenund Arabern Lottor - Mija gcncnnek , und durchsAuskochen von ihnen auS der Rinde eines gewissenBaums bereitet, welchen sie Rosa Mallos nennen , undder an dem obern Ende deS rothen Meers auf der In«sel Cobros bey Cadesch wachset , welches drey Tag»reisen von der Stadt Surz entfernet liegt; die Rindedieses Baums wird jährlich abgeschält, gcstoffen, undhernach mit Scewasser so lange gekocht, bis man dasflüßige Harz abschöpfen kann, welches hernach biswei«lcn noch ein oder etlichemal geläutert und gcrciniget,und sodann in Fäßlcin nach der arabischen Handels»stadt Mocha verschickt wird. Dieser flüßige Storax,welcher nach seiner verschiedenen Reinigkeit von mehroder wenigerem Werth ist , wird in den Morgcnlan»derit häufig zu Rauchwerken gebraucht. Herr Richterhat dem Herrn Hourrupn versichert, daß er i» Ostin-dien einen reinen und ganz wciffcn flüssigen Storaxgesehen habe. Man gebraucht ihn auch in einer Dosisvon wenigen Tropfen innerlich, und schreibt demsel»ben besonders bey innerlichen Geschwüren eine heilsameWirkung zu.

Hundert