6z6 Zwote Classe. Neunter Abschnitt.
Swrap« welche zu gewissen Zeiten in den Stamm und die Aestr
bäum. gemacht werden, und worauf das Harz herausflicßt,und sich nach und nach verdicket; auch hat ein Rei»sendcr dem Herrn Duhamel berichtet, daß die Rindedes Baums von einem gewissen Insekt angestochenwerde , und auf solche Weise das Harz Gelegenheitbekomme, sich heraus zu dringen. Dieser Skorap istein braunrothes festes, aber doch noch ziemlich weiche-und etwas fettes Harz, welches einen etwas scharfen,aber gelinden und zugleich süßlichtcn Geschmack undeinen sehr angenehmen Geruch hat ; und wovon esin den Axothicken zwcyerlcy Sorten gibt , nämlichauserlesenen Storax in Körnern, Ltorax in xranis,und gemeiner Storap, welcher in großen Stücken istund chmalen in Rohr oder Schilf eingepackt zu unskam, und insgemein 8torax oder 8t)wax calamita ge-nennet wird. Die erstere Sorte ist reiner und daherauch theurer und seltener, und zum Gebrauche vorzügli«cher; die zweyte aber ist mit Slcinlcin, Sand und an» 'sder» Unreinigkcitcn vermischt, und auch öfters noch mit |Saften von allerhand andern Pflanzen verfälscht. Mangebraucht den Storap heutzutag meistens nur äusserlichium Räuchern, und zu verschiedenen Salben und Pfla-stern ; insonderheit machen ste in Paris eine Salbedavon, welche häufig zur Heilung alter Geschwüre ge»braucht wird, und ein Pflaster, welches wider denkalten Brand vorlrcfliche Dienste thut.
Man hat auch einen flüßigen GtoreiI in den Apo»checken, welchen Linnens in seiner Mai. med. mit derstößigen Ambra, Ambra liquida oder Liquidambar,vor einerley hält, wovon derselbe aber dem Ursprung,den Eigenzchaften, und hauptsächlich dem Preise nachsehr verschieden , indem letztere viel theurer ist als jener.Der stößige Swrap, Lt/rax liquida, hat die Consistciizeines dicken Balsams oder einer dicken Salbe, undkkmnil der Farbe, dein Geruch und Geschmack nach