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1 (1777) Von den Palmbäumen und andern Bäumen / Carl von Linné
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674
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674 Zwote Classe. Aehenter Abschnitt.

Wurzel- Hierauf folgen Früchte, welche eine Spanne oder einen

bäum« Schuh lang und einen Finger dick , unten röthlich undweich, vorne» gegen dem Ende zu aber holzig sind, und inn-wcndig ein trockenes eßbares Marck habe». Drcse Früchteoder Saamen , wenn sie reif sind, fallen ab und kommenmeistens mit ihrer Spitze in die Erde, treiben daselbstWurzeln und bekommen an dem ausser» Ende Blauer,und wachsen solchergestalt zu jungen Baume» aus. Auchtreibet sein Stamm und seine Acste wie bey den andernArten dieser Gattung, Wurzeln, welche sich nack> undnach herunter senken und endlich in den Boden einschla-gen. Diese Baume wachsen beständig aus sumpfigenoder sandichlen Ufern, wo das Secwasser mit der Ebbeund Fluth immer ab und zulauft; ihre Wurzeln - welchedas Ansehen haben , alS wenn sie aus lauter schwarzenrunden Würsten zusammengesetzt waren, liegen daherimmer über dem Erdboden, welchen das Secwasser im-merfort abspühlet. Man trift auf der vestcn Küste,und auf den Inseln von Ostindien ganze Wälder solcherBaume an, welche aber kaum zu bereisen sind, weil manbeständig auf den bloß liegenden Wurzeln derselben gehenmuß, und wenn man von denselben abglitschet, oft bis zurHalste des Leibs in Morast sinket, unter welchem jedochein harter steinichtcr Grund befindlich ist. Das Hol;dieses Baums ist feuecroth oder röthlich , hart ■ schwer,saftig, und gibt einen schwefelhafte» Geruch von sich,welcher an der Rinde noch stärker ist; es tauget sehr gutzum Brennen, denn eS brennet sehr bald mit großer Hitze,wenn es auch schon noch grün ist. ES hat die Eigen-schaft mit dem Erlcnholze gemein - daß es unter dem Was-ser und unter der Erde sehr dauerhaft ist, und wird dahersehr häufig zu den Fundamenten der Gebäude , und zuPfählen und Pallisaden gebrauch»; wo es aber der freyenLuft und Nässe zugleich ausgesetzt ist, verdirbt es schneller.Seine Rinde braucht man nicht nur, wie die Eichenrinde,zur Bereitung der Lohe für die Gerber, sondern auchzum Schwarzfarben der Leinwand ; und mit seinen Blät-tern