678 Zwote Classe, Zehenter Abschnitt.
Wurzel- einzige Blume tragt, und ungefehr einen halben Zoll
bäum. lgng ist , nachher dn;c wahrend der Zeilignng der Fruchtsich auf zween Zoll und drüber verlängert. Die Blu-men haben öfters gar keinen, bisweilen aber einen fchwa- ichen angenehmen Geruch; sie haben einen gelblichten, idicken, ledecartigen, und lief in vier schmale und spi-tzigc Abschnitte gespaltenen bleibenden Kelch; vier schnee-meiste, innwcndig sehr haarige Blumcnblattlein , welchekleiner als die Kelchblaktlein, und zwischen denselben -auSwarts zurückgcbogcn sind ; und beständig nicht mehr, !plS acht Staubbeutel ohne Staubfaden , die an ihrer !Basis elastisch sind , und sehr leicht abfallen; ihr Frucht-knoten ist rundlicht, und hat einen pfricmenförmigenGriffel, der so lang ist asS die Staubbeutel, und sich(ii zwo einfache spitzige Narben endiget. Nach der Blüthefolget ein sehr langer, runder und steischichtcr Saamen, :Welcher nach vorncn zu nach und nach dicker wird, zu-letzt aber in eine pfriemcnföriiiige Spitze sich endiget;und mit dem untern Theil an einem dicke» flcischichkenGrundstück sitzt, welches an der Basis mit den entfärb-ten , zurückgebliebenen Kelchblättern gckrönct ist. Diebesondere Struktur dieser Frucht verdienet eine weitereund umständlichere Betrachtung.
Diese Frucht bestehet eigentlich aus drey oder vier 1
Frucht, Theilen, i) einen Grundstück, 2)einem Schenkel, sei-ner Haube (Calyptra,) und 4) dem eigentlichen Saamen;dieser Saame ist nämlich mit dem Grundstück nicht un-mittelbar , sondern vermittelst des dazwischen gefügtenSchenkels, der an dem einen Ende eine Haube hat,vereiniget. Der Saame macht den größten Theil derFrucht aus, und ist gemeiniglich zchen Zoll lang undam vorder» Ende einen Finger dick, meistens ein kleinwenig krumm, und von einer dunkelgrünen, an der Spitzer(waS röthlichen, bisweilen aber auch durchaus von cincpfchwarzoiben Farbe, nach unten zu , wo er sich mit demSchenkel vereiniget, wird er allmählich dünner; der
Scheu-