109- Gatt. Wurzelbaum. Rhizophora. 68 t
Ba nms dienen. Auf solche Weise fahret er gemeiniglich Wurzel»zu wachsen fort, bis er etwa zwölf Schuh hoch ist , da bäum.man alsdann schon eine Menge Wurzeln siehet, die ausdein Stamm und den altern Acstcn entsprungen, und etwafünf Schuh hoch sind. Nach diesem höret er eine zeit»lang beynahe auf, mehrere Wurzeln zu treiben, und fangtdagegen an , in die Acste zu schießen , und seine Kronenach allen Seiren auszubreiten. Endlich aber entsprin-gen auch aus feinen höchsten Aesten Wurzeln, die sichohne eine bestimmte Richtung in Aerme zertheilen undendlich in den Boden einschlagen; sie entstehen, wie auchmeistens die vorhergehende , fast unter einem geradenWinkel, laufen anfänglich gerade fort, und krümmensich erst hernach gegen die Erde. Diese Wurzeln sindgelbbraun, und anfänglich schwach und zerbrechlich , her-nach aber werden sie stark und zähe, haben eine dickeRinde und ein fgserichkes Mark; ihre stumpfe Spitzeist mit einem schwarzlichlen, hornactigen Kapplcin be-deckt , welches erst unter der Erde sich ablöset; wennaber diese Spitze abgestosse» oder abgebrochen wird, svhöret daselbst die weitere Verlängerung auf, aber anstatteines einzigen entspringen über dem beschädigten Ort dreyhiß vier oder mehrere neue Wurzcläcmc.
Man kann aus dem bisherigen leichtlich schliesset,,was vor dicke und große Wälder diese Baume nachVerlauf von einiger Zeit an den ungebautcn und von;Wasser überschwemmten Ufern ausmachen, und was die»scs für die Europäer für ein wunderbarer Anblick seynmüsse. Wegen der erstaunliche» Menge sehr schlimmerSchnacken würde es für einen Europäer sehr gefährlichseyn, nahe bey dicsci, Wäldern zu übernachten, geschwei-ge dann, seine Wohnung dabey aufzuschlagen, ob sichschon die Wilden nicht sonderlich viel daraus machen;mitten iu den Wälder» aber kann es fast kein Menschwegen dem Ungeziefer ausstehen; es halten sich hinge-gen , , Wasserhühner, und andere dergleichen;
Uh s Köge;