690 Zwote Classe. Zehenter Abschnitt.
Garci« net. Er wird nicht sonderlich hoch, hak aber eine zierst-
nie» che ausgebreitete Krone, an deren Acsten die Blatterauch gerade gegen einander über stehen, und mit denBlattern deS vorhergehenden Mangostanbaunies in Anse-hung der Gestalt und Struktur übereinkommen, nur daßsie schmäler und spitziger sind, und weniger hervorragendeAdern haben. Aus den Winkeln der Blätter entsprin-gen Zweiglein, welche mit einigen kleinen Blättlcin, unddrey beysammen stehenden Blumcnstielchen besetzt sind;die Blumen sind ungefehr etwas großer als ein Gro-schenstück, und haben vier kleine Kclchblättlein, undvier größere Blumenbläktlcin. Die Frucht, welche aufdiese Blumen folget, kommt in der Gestalt und Eigen-schaft mit den Früchte» der vorhergehenden Art überein,und wird auf gleiche Weise benutzet. Das Holz diesesBaums verwandelt sich, wie Rumph erzählet, wennes auf den makasarischen Reißfeldern unter den Spreuernvon Reiß begraben wird, nach drey Jahren in Stein.
Dritte
Art.
Untere
schei-
dungs-
reiche»».
Z) Hornartige Garcime. Garcinia cornea.
Mit lanzenförmigen ungcaderten Blättern, und cinfa,chen am Ende umgebogenen Blumcnstielchen,6arcinia foliis Ianceolatis enerviis, pcduncu-lis unifloris cernuis. JLINN. Sylt. veg. pag,368. Lignüm corneunru R.UMPH. amb. 2»p. tab. 30.
Diese Act hat Linncu» erst in der tieuestei,Ausgabe seines Systems der gegenwärtigen Gattungbeygefüget; sie kommt in Ansehung der Galtungskennzci«chen mit den beyden vorigen überein, unterscheidet sich abervon denselben hauptsächlich dadurch, daß ihre Blätterohne merkliche Adern sind, und die Blumenstiele, welchebey den vorhergehenden aufrecht und gerade sind , beydieser an ihrem Ende umgebogen, und mit den Blumengegen die Erde zugekehret sind. Dom Rumpsi wirddieser Baum unter dem Namen Dignum corneum be-
schrie-