7 oz Zwote Classe. Eilfter Abschnitt.
Cajava- nicht dick, mürb und weich, und umgiebt ein ziemlich fe«
bäum. stcs, saftiges, fleischfarbiges Mark, das von einem süs-sc», gcwürzhafteu und angenehmen Geschmack, und mitharren steinichteu Saamctt angefüllet ist. Die Euro«xaer sowohl, als die Amerikaner essen diese Früchtesehr gerne, und zwar ohne. Schaden; nur denjenigen,welche solche »och nicht gewohnt sind, und das erstemalzu viel davon essen, Pflegen sie einen geringen Durch«lauf zu verursachen. Herr Iacquin hat selber aufder Reise öfters aus Durst, und aus Mangel eines Ge-tränks, sich an solchen Früchten satt geesscn, ohne je-mal eine Beschwerlichkeit oder üble Folge davon zu vcr«spüren. Einige essen sie geschält, andere ungeschält; dieharten Saamrn aber lassen sich kaum davon absondern.Man stellt sie theils roh bey Tische auf; theils werdensie mit Zucker auf allerhand Weise zubereitet. Aufden caribischcn Inseln hat Herr Iacquin diesen Baumsowohl in den Garten, alS auch wild wachsend sehehäufig angetroffen. Auf den Wiesen breitet er sich öf-ters ftbr weit aus, und verderbet so gar, wenn mattnicht Widerstand thut, die Wcydcn; denn wenn nurritt einziger solcher Baum »eben einer Wiese stehet,so kann davon in wenigen Jahren die ganze Wiese mitjungen Baumlcin überwachsen seyn, welches bloß daherkommt, weil die Kühe, welche seine Früchte sehr gernefressen, die Gaamen derselben Unverdaut wieder von sichgeben, daß sie auf solche Weise allenthalben ausgestreuetwerden, und wachsen können. Man hak in dem kayftr-lichen Garten in Wien, einige solcher Baume gezogen,wo sie auch etlichemal geblühet und Früchte getragenhaben, die letztem aber blieben klein, und wurden nichtganz reif. Rnmph errinncrt noch von den Früchten die-ses Baums, daß wenn man sie in großer Menge auf ein-mal esse, und die harte Saamen mit hinunter schlucke,letztere zuweilen in den Gedärmen, besonders in demMastdarm wahrend dem Durchgehen mit ihren unglei-chen
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