116. Gatt. Myrten, ftlyrtus. 721
Vermuthlich heutzutag die Franzosen Bois d’Inde, oder ? 55 iden ostindischcn Baum. Er wächset langsam, undfängt spät an zu blühen, welches hernach aber de 5JahrS zweymal geschiehet; und bekommt mit der Zeiteine mehr als mittelmäßige Höhe und Dicke. Seinansehnlicher Stamm wächset ganz gerade, und endigetsich immer in eine »„gemein schöne, sehr lange, unddichte pyramidenförmige Krone. ' Die jungen Bäumehaben eine braunlichtc Rinde, welche hernach abergrau wird, und bey älteren ganz weiß , oder weißlichtund hin und wieder mit großen gelben Flecken bedecktist; diese Rinde ist aussen so glatt und gleich , daßman , besonders bey erwachsenen Bäume», beym An,rühren fast meynen könnte, sie haben gar keine, hinund wieder aber siehet man Stücke herunterhängen,welches vermuthlich geschiehet, weil eine neue unterdenselben wächset; sie bat einen zusammenziehenden undein wenig gewürzhaften Geschmack. DaS Holz ist roth,schwer, vest und sehr hart, und nimint eine gute Polt«tur an; die Einwohner gebrauchen dasselbe anstatt deSEisens, um Zähne zu den Rädern der Zuckermühlen,und andere dergleichen Dinge, die ein starkes Reibenauszustehen haben, daraus zu verfertigen. Die jungenZweige sind scharf viereckig, und grün. Sie sind mitzahlreichen Blättern bes tzt, welche auf kurzen Stielenalle gerade gegeneinander über stehen; Diese Blättersind länglicht, umgekehrt eyrund , am Ende stumpf,und unten gegen den Stiel zu «in wenig schmäler , undhaben einen glatten Rand ; sie sind mit vielen zusam»mcnlaufenden Oueradern versehen , und haben eine le,derartige Substanz, und eine glänjendgrüne Farbe.Diese Blätter haben einen weit stärker» und angeneh»mern aromatischen Geruch , als die gemeinen Lorbeer»blätter, und einen zwar zusammenziehenden aber zu»gleich angenehmen Geschmack, und werden daher voaden Einwohnern mit Recht als ei» Gewürz zu denSpeisen gebraucht ; sie sind gemeiniglich etwas kürzer,Linnr pfianzens-st- l. Th. 3 i al§