7*8 Zwote Classe. Eilfter Abschnitt.
Mandcl Pfersichbaum die Knospe» nur einzele Blumen tragen;auch entstehen die Blatter bey dem Mandelbaum überund unter den Blumen, bey dem Pfersichbaum abernur über den Blumen allein. Von bcedcn Bäumen istdie Blüthe den Bienen sehr angenehm. Die Früchtedes Mandelbaums haben säst durchgchends auch einewollichtc Haut, wie die Pfersichc, welche aber nurwenig, und zwar ein zähes und trockenes Fleisch haben;sie sind mehr länglich!, und ihr 0teilt ist zwar mitvielen Lochlein zerstochen, übrigens aber nicht runzlichtund gefurcht, sondern glatt, und enthält einen weissenMit einem braunen Häutlein bekleideten Kern, der beyeinigen einen süffcn, bey andern aber einen bitter»Geschmack hat. Es gibt in Ansehung der Größe,Figur und anderer Umstände auch unter diesen Früchtenmancherley Verschiedenheiten , welche bey den Gärt,nern ihre besondere Namen haben; diejenige, welchevor andern lang und dünn sind, werden insgemein,Jordanmandcin genennct. Ausserdem ist noch einemerkwürdige Sorte von Mandeln, die einen sehr dün,neu und leicht zerbrechlichen Stein haben, und daherKrachmandeln gcncnnet werden. In Ansehung dcSGeschmacks ist der Unterschied zwischen den bitternund süsien Mandeln , die jedoch auch keine besondereArten ausmachen, sehr bekannt; und von den erster»ist nach insbesondere das merkwürdig, daß sie de»Hühnern, Hunden, Wölfen, Füchsen , Katzen undandern Tbieren , eben sowohl als die Kräcnaugen , eintödtlichcs Gift sind. Bey den Römern wurden chma,lcn die Mandeln , Nuces graecae, genennet. DerMandelbaum wächst gemeiniglich höher und dicker,als der Pfersichbaum, und breitet seine Aeste stärkeraus, welche aber doch eine so lockere Krone bilden,daß man in Italien und andern Orten Korn unterund zwischen diese» Bäumen ziehet. Man kann dieseBäume auf gleiche Weise , wie die Pfersichbäume, ausihren Kerncil ziehen , und auch auf Pflaumen - und
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