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1 (1777) Von den Palmbäumen und andern Bäumen / Carl von Linné
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754
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754 Zwote Classe. Eilfter Abschnitt.

Pffau» Der Schlcheiidorn oder Schwarzdorn ist ein

tuen, Strauch, welcher allenthalben in Europa auf somrichtenHügeln wild wachset; und von den Franzosen Prunollieroder Premier lauva^e, von den Italienern Prugno fylva-tico , von den Engländern Llacktborn oder Lloebusb,von den Holländer» Sleedorn oder Wilde Pruiraboom,von den Schweden 8Iau oder Lläe, in Schonen Kiörne,und in Upland Zkärkebär gcncnnet wird. Seine Wnc»zeln breiten sich in der Erde auf zwanzig und mehrereSchuh weit aus; sein Stamm wächst ungleich und nichthoch, und ist nebst den Zweigen voll Knoten und mit starkenund häufigen Stacheln besetzt, hat ein hartes und jähesHolz, und eine schwärzlichteund glatte Rinde. Seine glaPje, lauzenförmige und am Rande fein gezähnte Blätter sindzwar bitter und herb, werden aber dennoch sehr häufig vondem Ungeziefer angegriffen. Seme Blumen zeigen sich insehr großer Menge im April und Maymonal noch vor denBlättern, und stehen bald einzeln, bald zwo nebeneinanderzn den Winkeln der Blalknospcn; sie sind weiß, und habenrinen angenehmen Geruch und bittern Geschmack, undwerden auch von den Bienen besucht. In Lerhällinß dervorhergegangenen Blume» ist die Menge der darauf foi>gcndcn Früchte gemeiniglich ziemlich geringe, theils weil' sich unter den Blumen öfters viele unfruchtbare befinden,iheils weil sie von den Raupen verderbet werden. DieleFrüchte sind kugelrund, klein, und wann sie reif sind, schwarzund mir einem blaulichkcn Staube bedecket ; sie habe» einenrunde» harten Stein, und ein saftiges, grünes, sehr sauresund zusammeiijichcndes Fleisch, werden aber dennoch vonKramctsvögeln und andern Vögeln gefressen; sie werdenspät im Herbst reif, und haben alSdan» ungefehr dieGröße einer kleinen Flurtenkugel. Der Schlehenlicanchliebet einen lettichten und stelnichen, aber keinen nassen Bo»den, und wird selten in einer andern Absicht, als zu Heckengezogen, wozn er aber auch nicht überall am besten lauget,weil er zu viel Ungeziefer herbey ziehet, und weil die Stau«den nicht in der Ordnung gehalten werden können, und

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