n8. Gatt. Pflaumen. Primus. 755
durch ihre weit unter der Erde fortkriechende Wurzeln auf Pflg».gutem Grunde zu vielen Boden unbrauchbar nicichcn; auch men.erfrieren die alten Stämme gern, und wenn man sie aus rot»len will, so bleibenleichtlich kleine Wurzeln in der Erde, wcl-che wieder ausschlagen, Man sieht ihn nicht ymu' mit denSchaafwaiden, weil die Schansc ihre Wolle ansemeu Sra>cheln hangen lassen. Sein hartes, vestes, zaucs und glattesHolz wird von dcuDrechslei ii.Instrnmeuleumacherii,Tisch-lern, und Bildschintzlcrn gebraucht; und lauge, vorzüglichgut zu Hammerstielen und Wieftnrcchen. Mit seiner Rin-de, welche gerne von dem Wttd gcfccffcu wi> d, und mit Laugegekocht eine rvtbe Farbe gibt,kau man die Käse vor der Faul,niß bewahren; seine Wurzeln werde» vvmMarcdieluLineinem weinichten Aufgüsse znr Heilung venecischerGeschwü»re des Mundes,und von andern zurHcilung derWaffersuchk,kalter Fieber, und Zcrnialiiiuiia des Steins gerühmet. DieSchlcheublumcn sind in den Apvtbeckcn unter dem Namen,
Flore? scaciae,gebräuchlich, und können miiWafser oder inder Milch gekocht,als ein gutes abführendes Mittel gebrau»chet werden; auch besitzt das von denselben destillirte Wassergelinde eröfnende Kräfte, und wird besonders in dieser Ab,ficht in Brustkrankheiten für dienlich gehalten. Die unreifenFrüchte geben mit Vitriol eine beständige schwarze Farbe.Ehmalcn wurde der ausgepreßte und verdickte Saft derscl, -den in denÄr otdcckkn unter dem Titel, Succus acaciae ger*jnanicae, als ein zusammenziehendes Mittel gebraucht Dievollkommen reife Schlehen werden entweder roh, o^r mitZuckcr.odcc mit Senf eingemacht gcessen riiiiddieEnalaiiderbereiten aus ihrem Safte nur Acpftlmost und Drandkcmeinein angenehmes Getränke, das sie Oporrovdcr Rumpunknennen,und dessen sie sich auf den Schilfen mit Nutzen bedie-nen. Auch geben diese Früchte, wenn man sie roh oder ge,dörrkmit einem guten Wein oder frischen Most zusetzet, unddamitgahren lasset, einen sehr angeueiMen,wohlriechenden,haltbaren und nicht so leicht bcrauschendcu Wein; und sindausserdem noch ein krafftiALs und vortreffliches Mittel, diejähe Weine zu verbessern.
B b b 2 Huij«