Band 
Fünfter Theil. Von den Kräutern.
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wer.

8 Vierte Classe. Erster Abschnitt.

RUMPH. Amb. 5. p. 156. t. 66 . f. 1. Zingi-ber. C BAUH. pin.35. BROWN. Iam. 119.

Inschi. RHEED. Mal. 11. p. 21. 1.12.

Die Wurzel dieser Pflanze ist, wie auchbey den vier folgenden Arten, perennirend. Sie ist inEuropa unter dem Namen Ingwer, Ingber oder Im-ber, französ. Gingembre, engl. Ginger, Holland.Gember, als ei» ziemlich wohlfeiles Gewürz bekannt,das fast wie der Pfeffer zu mancherley Speise» gebrauchtwird; ihr lateinischer Rame Zingiber scheint von demarabischen Worte Zengebil seinen Ursprung zu haben.In -Ostindien wird ste von Leu Malabarcn InlcbevderIngi, von den Maleyern Ahva, von den Einwohnernin Zeylon Inghuru, von denen in Java Djahy, undVon denen tu Lcrnatc Goraka gencnnet. Man un-terscheidet nach s^UMpbs Bericht in -Ostindien zweyer«ley Sorten von der Ingwer-Pflanze, eine größere undeine kleinere, wovon die erste in Ansehung ihrer Wur-zel wiederum in eine wcissc und rothe unterschieden wird;übrigens aber sind die Pflanzen einander völlig gleich.Sie treiben je aus einer Wurzel drey bis vier gerade,runde, grüne, ungefehr drey Schuh hohe Stengel,welche mit wechselswrisc stehenden, rohrartigen lanzen-förmigen Blättern besetzt sind; diese Blatter find unge-fehr eine» halben Schuh lang und nur Fingers breit,glatt und der Lange nach init feinen Adern gestreift;an der wcisscn Sorte sind sie etwas kürzer und Heller,an der rothen aber länger und dunkelgrün. Bey bey-den aber haben ste einen gcwürzhaftcn Geruch undGeschmack. Die Wurzeln sind knotig und gegliedert,wie man an denen, so uns gebracht werden, sehen kau;die rothe flnd etwas dicker und kiivtigcr, auffen röthlichund haben keinen so scharfen Geschmack, als die weisse,welche von aussen eine wrißlicht - aschgraue Farbe haben.Unmittelbar aus der Wurzel entspringen jn gewisser Zeiteinfache, uackete Stiele oder Schafte , welche ungefehr«inen Schuh hoch werden, und am Ende eine Blumcn-

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