52 Vierte Classe. Erster Abschnitt.
«s, wenn der Saame im Herbst von sich selbst ausfäl-lek , im folgenden Frühling, wenn man ihn aber imFrühjahr im Merz oder April sack, nach vier oder fünfWochen aufgehet. Sie wird gemeiniglich ungefehranderthalb Schuh hoch; ihre Blatter gleichen den Spi-natblättcrn, sind spondvnförmig, und haben einen gc«zahnten Rand, die obere derselben sind kleiner, alsDie untern. Am Ende der Zweige und des Hanptstcn-gels wachsen ungesticlte Blumenköpfchen von grünlichterFarbe, und bilden eine nacketc Aehrc; die darauf fol,gende reife Früchte sehen in der Größe, Farbe und GestaltDen Erdbeeren ähnlich, und enthalten einen purpurrvthcnSaft, welcher auch die Hände, wenn man sie zcrdrü-rket, roth färbet. Diese etwas süßlichtc, aber übrigensziemlich unschmakhafte Beere sind eßbar; und könnenauch in der Färbcrcy gebraucht werden, wiewohl ihreFarbe nicht beständig ist, und daher nicht zu jedem tauget.
2.) Ruthenförmige Schminkbeere. Blitum
virgatum.
sjftit Blumenköpfchen, die zerstreut an den Seiten derZweige wachsen, Blitum capitelli; sparsis late-ralibus. LINN. Syst. veg. p. 51. Sp. pl. 6.Hort. UpC M 1 LL- viel. 11. 2. Blitum fo-liis triangularibus dentatis, calycibus baccatis,capitulis lummis foliosis. Hort. Cliff. 495.ROY. Lugdb. 206. Chenopodio - Morus mi-nor. BOERH. Lugdb. 2. p. 91. Atriplexiylvestris, Mori fructu. C. BAUH pin. 519.
Diese Art, welche in Spanien, Italien,Lanqucdoc, und der Tartarcy wild wächst, ist auch nurem Sommergewachse, und kommt in allen Stücken mitder vorhergehenden ziemlich übcrcin; nur sind ihre B!äc.tcr und Blumenköpfchcn kleiner, letztere wachsen amStengel und den Zweigen allenthalben aus den Win-keln der Blätter hervor, nnd die darauf folgende Früch-te haben eine hellere und nicht so dunkelrothe Farbe.