s6l. Gatt. Baldrian. Valeriana. 189
krönt sind. Auf der Jnlel Candien wächst eine Sorte, Bat-deren Saamen einen aufgeblasenen, sechszahnigcn Kelch drian.haben; in Mariland findet sich eine mit Blumenköpf.chen, die mit einer besondern Hülle umgeben sind; undin Portugall eine, deren Saamen sechs , und in derSchweiz, in Frankreich und andern Südlichen Länderneine, deren Saamen drey Zähnchnn hat; die gemeinst«europäische Sorte hat einen ganz »acketen Saamen ohneZähnchen, und eben so auch eine sehr kleine in der Provence,deren unterste Blätter unzertheilt, und am Rande gezähnt,die oberste aber in viele schmähte Lappen zerspalten find.
Diese Pflanze ist nicht nur eine angenehme und gesun-de Speise, man mag ste als Salat oder als Zugemüseessen; sondern sie ist auch wegen ihrer schnellen, und star,ken Wachsthum schäzbar, uin deswillen ste fast das ganzeKahr hindurch zu haben ist, indem ste allenthalben leichtfortkommt, und so gar im Winter bey nicht allzustren-ger Kalte unter dem Schriee wächst. Merkwürdig ist, .
daß sie nach Ehrhards Beobachtung (s. dconom.Pflanzenhist. 4tcr Theil p. 169. ) durchs Trocknen ci-ncu Geruch bekommen soll, da ste an und vor sich ganzgeruchlos ist. j-, (e
17.) Gemischter Baldrian. Valerianamixta.
Mit drcyfadigen Blumen; viertbeiligem Stengel, dessen Lt *^unterste Blatter zweyfach in Querstücke zertheilt .'zfind; und mit einer federartigen Haaekcoue vcr« i c,£ v <n *scheuem Saamen , Valeriana floribus triandris;caule quadrifido, foliis imis bipinnatis; semi-ne pappo plumoso. LINM. Syst. veg. p, 79.
Sp. pl. 48. SAUV. Monsp. 275. GOUAN.
Hort. 23. Valerianella semine umbilicato hir-suto minore. MOPvIS. Umb.
Diese Art wächst in Languedoc bey Montpel-lier auf steinichten Plätzen. Ihr Stengel zertheilet sichmeistens in vier Zweige, oder kommen vier Zweige oh«Stengel unmittelbar aus der Wurzel.
i8.) Stach-