Band 
Fünfter Theil. Von den Kräutern.
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585-Gatt. Megerkraut. Asperula. 25 y

kvird im lateinischen auch Matrisvlva , im Deutscheninsgemein Waldmeister, Herzfreudc, und ^lernte-berkraut/ von den Franzosen sYlUFbiet, von den Eng.läudcrn YV'oodroof, und von den Schwede» Myskaoder Myske-Madl’a gcnennek. Sie hat eine pcren-nirende Wurztl, und treibt «inen aufrechten, glatten,Viereckigen, meistens einfachen Stengel, welcher eineSpanne , oder einen bis zween Schuh hoch wird, undan jeglichem Gelenke mir seche, sieben bis acht ringe,stielten, lanzenförmigcn, glatten, ungezähnten Blätternbesetzt ist, welch« sich sternförmig um den Stengel her-um ausbreiten, und in der Mitte desselben länger sind,als oben und unten. Die Blumen sind weiß , und bil-den eine drcytkriliqe Rispe oder einen ästigen stachenStrauß ain Ende dcS Stengels; und die darauf fol-gende Saamin sind haarig oder zotig. Diese Pstanzehat frisch nur einen schwachen, wenn sie aber getrocknetist, einen stärkeren, sehr angenehmen Geruch, den st«auch einem mit Wasser oder Wein gemachten Aufgußreichlich mittheilet. Auch hat man angemerket, daßsie beym Verbrenne« eine beträchtliche Menge einessehr scharfen alkalischen Salzes in der Asche zurückläßt.

Den Kühe», die sie gerne fressen, vermehrt sie die Milch.

In der Arzncykunsr wird sie als ein cröfnendcs Mittelin Verstopfungen der Heber und anderer Eingeweide desUnterleibes gcrnhmck; und vielleicht dürfte man bey ge-nauerer Prüfung ihre Arzneykräfte nicht so unerheblichbefinden, als eine obenhin angestellte Betrachtung ausihren anfangs wenig in d>« Sinne fallenden Eigenschaf-ten schlicsse» möchte.

2.) Acker - Megerkraut. Asperula ar- §wsre

venlis.

Mit Blattern, welche zu sechs um den Stengel herum- Unter-,stehen; und uiigesticlkc», in eine»! Häuflein fitzen- schei-den Blumen am Ende desselben, Alnerula foiiis drmgs-fenis; floribus seililibus, terminalibus, axxre- ,gatis. LINN, veg. p. 125. iSp. pl- 150. °

3S 5 Hort.