6os. Gatt. Kampbeekraut. Lampdorolma. z6z
over auf dem Boden liegende, runde, ästige, weißlich. Kam»tc, einen bis zween Schuh lange Stengel, welche viele phcr,tvechselsweise stehende Knoten haben, auf denen die sehr s^ur.kurze und schmale, nngesticlte Blatter in Büschel» bey-sammen sitzen. Diese Blatter sind pfriemenförmig, nurungefehr zwo Linien lang, zoiig, ziemlich steif, und auf-recht oder ausgebreitet. Die Blumen sitzen an jedemBlattbüschel insgemein z» zwo; sie sind ungestielt, undso klein, daß man sie fast nicht wahrnimmt; ihre Struk-tur wird verschiedentlich Von den Schriftstellern ange-geben ; »ach §MNe und SaUVages sind sie, wie ob»gemelkt, vierspaltig, und haben Vier gleich lange Staub-faden , und einen längeren, bis in die Mitte enczweyge-spaltenen Griffel; nach ItNNö Beobachtung haben sieVier Kelchblätklcin, von denen zwey größer und zusam-mengedrückt, und zwey kleiner und flach sind, vierStaubfäden, die kürzer, und zween Griffel, die längersind, als der Kelch; Herr PidUlch aber hat einen fünf«zähnigen Kelch, fünf über den Kelch hervorragendeStaubfäden, und einen einzigen Griffel beobachtet.(Sollten aber wohl alle diese Herren in der 2hat ei-nerley Pflanze beobachtet haben? Man vergleiche mitHerrn PoUichs Beschreibung Gmelin Flor. Sib.
T. III. p. i )6. fqq.) Diese Pflanze besitzt einen ge-würzhaften, cinigcrmaffen dem Campher gleichenden Ge-ruch, und einen etwa- scharfe» Geschmack, und hat da-her auflösende, Harn - und Schweißtreibende Kräfte; sicist zwar unter die gewöhnliche Arzncypflanzcn »och nichtaufgenommen; doch haben sie Putlet und einige an-dere französische Aerzte , in einem wäffcrichten oder mitWein gemachten Aufguß gebraucht, in cachcklischeaKrankheiten, und wider die Engbrüstigkeit und Wasser»sucht wirksam befunden.
2 .) Spitziges Kampherkcaut. Campho* kiwote
rosma acuta.
Mit xfriemeifförmigen, steifen, glatten Blättern, Cam- Unrers.phorosina feliis i'ubulatis, rigidis , glabri« zeichen,3 4 L!NN<