Band 
Fünfter Theil. Von den Kräutern.
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6so. Gatt. Gauchheil. Anagalli5. 49/

Blumen zwo Varietäten derselben; die eine, welche am Gauch»häufigsten vorkommt, hat rothe Blumen, und wird beyden altern Schriftstellern insgemein das Männlcin, Ana-gallis tnas, qenennet; die andere aber hat blaue Blu,mcn, kommt seltener vor, und heißt bey den Alken dasWciblein, Anagallib femina; bisweilen, aber nochseltener findet man eine Varietät mit weisscn, ein ive.nig rökhlicheu Blumen. Sie hat einen meistens dar,niederliegcnden, glatten, viereckigen, eines Fingers odereiner Hand breit langen Stengel, mit gerade gegeneinander über stehenden Zweigen und Blättern. DieBlatter find ungestielt, eyrund, spitzig oder stumpf, un-gezähnt, glatt, ungefehr einen halben Zoll lang, hell,grün, und auf der untern Flache schwarz gedüpfclt. DieBlume« sind klein, und wachsen einzeln, auf einfachenlangen Skielchen in den Winkeln der Blätter. DiesePflanze ist vor einiger Zeit aufs neue in der Arzncykunffmetkwürdig geworden, indcni sie sich bey einigen damit»»gestellten Versuchen, wovon insonderheit Herrn Ear-theusers und Meilius Materia medica, nebst BruchsProvschrift gelesen zu werden verdienen, in der Melan-cholie, Raserey, und selbst in der auf den wütigen Hunds-biß folgenden Wasserscheu wirksam erwiesen. Ausserdiesen Kräften, welche schon von älteren Schriftstellerngerühmek werden, empfehlen sie auch noch einige alsein Gegengift wider die Folgeir der Bisse von anderngiftigeii Thieren, und wider bösartige Seuchen, inglci-chcn als ein Mittel wider die Schwindsucht. Herr(Fchreder halt sie mit andern auch vor nützlich widerdie Tummheit und den Schwindel der Schaafe.

2 .) Monellischer Gauchheil. Anagallis ZworeMonelli. Art.

Mit unzertbeilteu Blattern; und aufrechtem Stengel, ii n(ci .sAnagallis foliis indivisis; caule erecto. I.INN. ,Sylt. veg. p. 165. Sp. pl. 211. Anagallis so- 5 €,c P ?n 'liis lanceolatis. Hort. Cliff. 52. Hort. Ups.z8. MILL Ditt. n. z. Anagallis caerulea,

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