Band 
Fünfter Theil. Von den Kräutern.
Seite
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6s6. Gatt. Winde. Convolvulus. sly

vis maior. DOD. pcmpt. 392. LOB. Ic (

619. ' '

Diese Art wird auch Hckenwinde, Zaungloke,große Weisse Winde gcncnnck, wächßt ebenfalls in allenEuropäischen Ländern an Hecken und Zäunen wild, imdblühet unk der vorhergehenden zu gleicherZeit; sie ist auchin den Garten ein schädliches Unkraut. Sie hat eine star-ke, dike, weisse, kriechende pcrcnnirende Wurzel, undStengel von ungemeiner sauge; ihre Blatter stehen ircch«seldweise auf glatten, über zween Zoll langen Stielen,lind siiid ungezähnt, glatt, hellgrün mit einein braunenRande, ungefehr vier Zoll lang und drey Zoll breit.

I» den Winkeln der Blatter entspringe,, einzelne, ein«blumige, glatte Blumenstiele, welche kürzer sind, alsdie Blätter, und am Ende zwey große herzförmige Deck,blättleu, haben, die gleichsam einen äufsern Kelch vorstel-len, und den eigentlichen Blumenkelch ganz bedecken; dieBlumen sind groß, und haben in'Europa fast durchgängigeine reine schneeweisse, in Nordamcrica aber ein- fleisch-rokhe Farbe. Von den Franzosen wird diese PflanzeCampanette oder Grand Liferon, von dc» Eng-ländern Ramping Bindweed, und von den Hol.ländern , Slinger - Roos genennct. Der InilchichteSaft, so aus ihren zcrrißenen Stengeln fließt, soll, wennman ihn verdickt, zu einem Scrnpcl oder halben D.uink-lein cinqenonimen , eben so wie Scamoniuro , pur-giren. Auch die Wurzel soll nach einigen pnrgiren;wiewohl sie keine merkliche Schärfe änssert, und fürdie Schweine, die sie sehr gerne fressen, eine gute Nah-rung ist; einige sagen, sie seye auch für Menscheneßbar.

z.) Purgier - Winde. Convolvulus

Scamonia.

Mit pfeilförmigen, hinten abgestutzten Blatter"; undrunden, meistens drcyblumigcn Blumenstielen,Convolvulus foliis sagittatis , poiüce truncatis ;

§> I 2 peuun-

Dritte

Act.

Unters,

zeichen.