6s6. Gatt. Winde, Convolvulus.
k«t; man bekommt aber auf diese Weise in Zeit von Winde,zwölf Stunden aus einer Wurzel nicht über einigeQumlein dieses Saftes, daher man , um die Quantitätzu vermehren, meistens den durchs ?l»Sprcsscn -auS derWurzel, dem Stengel und den Blättern bereiteten Saftnimmt, oder unter den vorigen mischt, welches aberalSdenn kein so reineS Scammonium gibt. DaSScammonium tritt) bekanntlich unter die scharfenPurgiermittel gezahlt, welches nach dem Urtheil dermeisten einen heftigern Reitz in den festen Theilen,und eine stärkere Auflösung oder Zerschmelzung der Säf-te verursacht, als die Jalappe, daher es auch in chro-nischen Krankheiten nicht ohne gehörige Vorsicht undDiscretio« gebraucht werden muß. Ruffel, welchervon dieser Pflanze, und die Art und Weise, wie jetzt«gemeldte Drogue daraus bereitet wird, sehr gute Nach-richt gibt, meldet auch, daß er durch wiederholte Ver-suche gefunden habe, daß ein Decoct von einer halbenUnze der Wurzel, welches ohne Geruch und von eineiiisüßlichten, nicht sonderlich unangenehmen Geschmack ist,ungefehr fünf Stiihlqäi»ge, ohne irgend einige Uuge-leqenheit bewirke; Stengel, Bläter, Blumen und Saa-rnen aber haben keine purgirende Kraft gezeigt.
4.) Siberische Winde. Convolvulus Vierte
Sibiricus.
Mit herzförmigen, scharfziigespitzten glatten Blattern; U, erf.und zweybliimigcn Blumenstieleir, (,'onvolvulus zeiche«»»foliis cnrdafis, acuminatis, laevibus; pedun-culis bifloris. LINN. Syst. vex, p. 168. Mant.
203.
Diese Art hat §ÜMalM in Siberien enkde-fket. Ihre Stengel werden ungefehr KlafterS lang,und winden sich, wie die übrige dieser Abtheilung, umdie benachbarte Gewächse. Die Blumensticlchen sindkürzer, als die Blätter, und entzwcy getheilt; undtragen zwo weißlichte oder fleischfarbige Blumen mit
K k z gelben