5r8 Vierte Classe. Fünfter Abschnitt.
Winde» ^pftl < und als Artischocken, und fast alle andere ihm be«kannte Wurzeln Man ziehet daher diele Pflanze, wel«che kleine, rökhliche oder weißlichke Blumen trägt» inDst- und Weffindicn selber, wo sie wild wächst, häufigmit Fleiß znr Speise. Sie wächst schnell, liebet ei«nc mit Sand vermengte Erde, und wird, gleichwie dieErdapfel, vermittelst der Wurzeln, die man in verschir-Vene Stücke zerschneidet, so daß die Augen unverletztbleiben, und sodann in die Erde steckt, fortgepflanzt.Man ziehet sie jetzo auch häufig in Portugall und Spa-nien, und Verschickt von da aus die Wurzeln stark nachEngland und in andere europäische Länder, wo das Ge-wächse nicht in freyer Luft fortkommt. Die Amerika-ner und Spanier nennen diese Wurzel insgemein Bata-.tcs ober Batada, »Iglcichen Carrotes oder Ajes;die Portugiesen jnhame; die Franzosen Batades;die Engländer Potades; und die Holländer Patatten;man nennet sie in England auch Bcrmndische »der spa-nische Erdapfel. Wen» man diese Wurzeln kockt, sowerden sie so weich, daß sie fast im Munde schmelzen,man ißt sie alsdann entweder allein, oder zum Fleisch,oder unter andern Gemüsen; man kau sie auch mit Delund Eßig als Salat speisen, oder mit Butter einenBrey daraus kochen; wenn man sie trocknet und zer-stößt, so geben sie ein Mehl, Brod z» backen, Dl«Einwohner in Westindien machen auch aus diesen Wur-zcln einen Trank, den sie M»bby nennen z dieses ge«schießt, indem sie die Wurzeln bey einem gelinden Feuerdämpfen, biß sie weich werdei,, hernach zerstossc» siedieselbe, legen sie in reines Wasser, und lassen solche2 bis Z Stunden darin». Hierauf füllen sie das Was.fer sammt den Wurzeln in einen wollenen Sack, undpressen den Saft durch in «inen Krug , worinn er al-lein, oder mit etwas Zucker vermischt zwo Stundenhernach zu gahren anfangt; alsdann bedecken sie denKrug, und lassen ihn bis den andern 2ag stehen, da ergut zu trinken ist. Diesen Trank machen sie starker oder
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