Band 
Fünfter Theil. Von den Kräutern.
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6s6. Gatt. Winde. Convolvulus, szz

man ziehet sie auch in Europa in Gewächshäusern. Sie Winde,hat eine sehr lange, cylindrische, krumme und ästigeWurzel, welche pereunircud ist, und oft sechs bis achtSchuh in den Boden hinabgeht; der Stengel hakVier mit hantigen Flügel» eingefaßte Ecken; die Blat-ter sind gestielt, herzförmig, rnudlicht, sehr groß, eckig,ein wenig haarig, und weich anzufühlen, fast wieEibisch-Blätter. Die Blumenstiele stehen einzeln in denWinkeln der Blätter, und tragen zwo oder auch meh-rere weisse Blumen, deren jede eine zweybläkterichtc Hül-le hat. Die Wurzel ist auswendig braun, und hatfrisch einen süßlichten, hintenuach aber stechenden undeckelhafren Geschmack, durchs Trocknen wird sie fast ganzGeschmacklos, und behält nur etwas weniges cckelhaftes;wenn man sie frisch verwundet, so stießt aus ihr einhäustger weisscr Milchsaft, welcher sich auf der Stellein ein blaßgelbes Harz verdickt, dessen Geschmack mitder frischen Wurzel ihrem übereinkommt. In den Kräf-ten kommt diese Wurzel ziemlich mit der Pnrgierwindeübercin; und die Aerzte verordnen daher sie, oder dasaus ihr bereitete harzichtc Ertrakt, eben so wie dasLeammonium, nur in denjenigen chronischen Krank-heiten, die stark reizende und auflösende Purgiermittelerfordern.

22.) Schildförmige Winde. Convolvu- ^rste

lus peltatus. Art.

Mit schildförmigen Blattern; und vielblumigen Blu> Unterstnienstielcii, Convolvulus foliis peltatis ; pe- . ,dunculis multifloris. LINN. Syst. veg. p.i6y Sp. pl. 22i. Convolvulus laevis lndieusmaior, Haylale. RUMPH. Amb. p. 428.t. 157.

Diese Art, welche man in Amboina findet,ist, wie die vorhergehende, ein großes Gewächse, undhat weisse oder rothe Blumen. Ihre Blätter aber, wel-che von den Indianern äusserlich gebraucht werden, sindschildförmig und glatt.

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