Ls6. Gatt. Winde. LonvoIvuluZ. 54.9
t. 6. Soldanella f Brassica marina. LOB. Wind,Hist. 329. ic. 602 Soldanella. DOD.pempt ;y?.
Diese?lrt, welche i» Italien, Oesterreich,Frankreich, England und Holland an Secstranden naheam Meer wächst, aber stch nicht leicht in Garten zie-hen läßt, ist eine Arzneypflanzez und wird insgemeinMeerkohl , von den Franzosen Soulenelle oderChoux de mer, von den Engländern Sea-Bind-Weed, und von den Holländer» 2ee winde oderZcc-kool qenennet. Sie hat eine pereuiurendeWurzel, und einen auf dem Boden liegenden, mit derWaste kriechenden, oft ziemlich weit stch erstreckenden,glatten, eckige», saftige» Stengel Ihre Blatter stehenwechlelsweise auf langen Stielen, und stnd herz. oderruerenförmlg, stumpf, ziemlich dick und saftig, aufbeyden Fliehen glatt und adcricht, und ungefehr einenZoll lang und breit. In de» Winkeln der Blatter ent»springen ^inzele, gestreifte Blumenstiele, die länger stndals die Blattstiele samt ihren Blättern, und eine ziem-lich große, mit zwey Oeckblättlcin versehene, pnrpnr-rbthliche Blume tragen, deren Blumenkrone tief infünf spitzige Abschnitte zerspalten ist; auf die Blumefolgt eine riindc dreyfächerichie Kapsel, die in jeden, Facheinen kleinen schwarzen Saaincn enthält. Die Elüth,'zeit ist, wie bey den meiste» Arten dieser Gattung, imJuniuS und IuluiS. Diese Pflanze enthält frisch einenweisscn Milchsaft, und hat emen bittern und scharfe» Ge-schmack; durchs Trockne» verliert ste von ihrem Ge-schmack sehr viel, doch macht sie noch im Schlunde eingewaltige- Bristen. Sie besitzt sowohl getrocknet, al6wenn sie noch frisch ist , eine starke purgierende Eigen-schaft, und dienet vornämlich zu Abführung der wäste«richten Feuchtigkeiten in der Wassersucht» wo dergleichenscharf purgierende Mittel in dieser Krankheit erfordertwerden. Einige versichern, man gebrauche ste in Eng-land auch wider den Schaarbock; daher ste nach T.Uk-&iniu pftanzensjtst. V. Th. M m Nel's