Band 
Fünfter Theil. Von den Kräutern.
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657- Gatt. Trichterwinde. Ipomoea. 557

gezogen; in Demingo fa^de sie Herr Aacguin auch sehr ^dch-häufig wild, Wo fir nackete und hohe, steile Felsen mit terwin«ihren zahlreichen Zweigen oft ganz Überkleider. Siehak eine knollige Wurzel mit einer weisscn Rinde, undholzige, pcrennircnde, rebenartige Stengel, welche un-ken oft einen Zoll dick find, eine pnrpurrothe Rindehaben, und fich samt ihren Zweigen so weit ausbreiten,daß eine einzige Pflanze eine fünfzig Schuh langeLaube bedecken kau; man trift daher in Amerika vielesolche Laiibe» bey den Häusern und in den Gärten an,welche sich nicht allein durch ihre Schönheit, sondernauch Leu angenehmen Schatten, den fie durch ihr dich-tes Laub gewahren, empfehlen. Die Pflanze enthält inalle» ihren Theilen einen häufigen wtlssen Milchsaft.

Ihre Blätter bleiben das ganze Jahr hindurch grün,find ungefehr einer Hand groß, und fast bis au dieBa-fiu in fünf bis ficbcn Lappen zerspalten. In den Win-keln der Blätter entspringen vielblumige Blumenstiele,mit sehr schönen, großen, ungefehr zween Zoll langen,saktschwefelgelben Blumen, die einen starken und sehr an-genehmen Geruch von fich geben. In Amerika blühetdie Pflanze jährlich zweymal; das erstemal vom Aprilbis in den Junius , und das zwcytemal vom October bisin den December. Auf die Blumen folgen häutige,ziemlich durchfichtiqe, ruudlicht. viereckige Kapseln, welchedrey bis vier schwarze, rauhe, sehr große Saamen ent-halten, die viele Jahre hindurch unverdorben und zuinKeimen tauglich bleiben.

9.) Gefingerte Trichterwinde. Ipomoea Neune«digitata. Art.

Mit handföcmiq in stehen lanzenförmige, stumpfe ?ap Unters,pe» zertheilten Blattern; und drcyblumiqcn Blumeiisticlen, Ipomoea foliis palmatis, lobis septe-nis, lanceohtis , obtusis; pedi ncuüs trifloris.

LINN. <yst. veg p. 172. Sp. pl. 2 j 8 Qua-moclit soliis digitatis, flore coccineo. PLUM.

Spec. 3, ls. 92. f. 1.

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