Band 
Fünfter Theil. Von den Kräutern.
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642
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642 Vierte Classe. Fünfter Abschnitt.

Bissen.

kraul-

BAUH. pin. 169. ÜOD. perr.pt, 4,0. ZAN-

WICH. V enet. t. 225. Hyoscyamus niger.

STOF.ilK. Lib. de Strammonio etc. t 2.

BL.AKW. Herb. t. ygo. Hyoscyamus niger s.

Apollinaris herba, Altercura Arabum. LÖß.

Ic. 268-

Man gibt dieser Pflanze noch mancherley a».dere Namen, als, Dollkraut, Schlafkraut, Säubohnen,Lcufclsaugcn, Zigeuuerkrant; die Franzose» nennen sieJusquiame, Hannebanne, lMort aux Poules;und die Engländer lssenbane oder Issenba^UL. Siewächst in ganz Europa überall häufig an den Wegen,Hekcn und Zäunen, auf allerhand Schutt, und an an-dern angebauten Orten; sie ist eine zwcyjährige Pflanze,und blühet im Mau und Junius, und bekommt im Au.gust und September reife Saamen. Sie hat eine langespindelförmige, weisst, fleischige Wurzel, und treibteinen aufrechten, ungefehr zween bis drey, höchstens vierSchuh hohen Stengel mit wechsclsweise stehenden Blat-tern und Zweigen. Ihre Blatter find ungestielt, ey.rund-länglicht, und am Rande in lanzenförmige, spitzi-ge Zähne oder O.uerstücke durch verschiedene starke Aus.hdhluiigen zertheilt, und umfassen mit der Basis denStengel; die unterste oder Wurzelblatter sind ungefehreinen Schuh lang und fünf Zoll breit, die aufwärts amStengel aber stufenweise kleiner. Die Blumen sind nurgestielt, und bilden am Ende des Steiigcls und derZweige eine lockere, einseitige, mit kleinen Dlättleinuntersetzte Achrc; ihre Blumcnkrone hat eine traurig«oder schmuziggclbe, mit purpurrothen nezförmigen Aedcr-chcn zierlich durchmengtc Farbe, und einen ganz dun.kelrothen Schlund. Die reife Saamen sind mehr oderweniger dunkelaschgrau oder erdfarbig. Diese ganzePflanze ist haarig, weich und klebricht anzufühlen, undverbreitet um sich her einen sehr fliukcnden und betau»bendcn Geriich, so daß man es an Orten, wo sie inMciitge wachst , nicht lange, ohne Kbpfwch und Schwin-del zu bekommen, aushalten kann. Ihre Blatter haben

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