Band 
Fünfter Theil. Von den Kräutern.
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6sv Vierte Classe. Fünfter Abschnitt.

Dilsrn. an der Mündung; die Staubfäden sind violet, und ha>

kraut einen weißlichten Saamcnstaub, der Griffel ist

rdthlichr und hat eine weißlichtc Narbe. Die Wurzelund Blätter dieser Pflanze wenn sie aus Unvor.sichtigkeit oder Bosheit unter die Speisen gemischtwerde», erregen Berauschung und einen solchen Wahn-sinn , daß mau z. B. einen Strohhalm für einen Bal-ken, eine» Tropfen Wasser für ein unergründliches Meerii. d. g. ansiehct, und sich die fürchterlichste Vorstellungenvon einer nahen Gcgenlrart des Todes macht; auchEier, welches eine Zeitlang darüber gestanden, oderdamit gegohren hat, bringt diese Wirkungen hervor,und dient den Leuten, die an den Augarastrohmc woh-nen, um sich einander solche Possen zu spielen. Dierußische Kaufleute sollen die Wurzel als eine Arzneygegen die fliesscnde goldene Ader und gegen Dlukhar.neu gebrauchen.

Sieben. 7-) Scopolisches Bilsenkraut. Hyoscyamusde Art. Scopolia.

Unt«r»

schei.

dungs.

reichen.

Mit eyrundcn, ungezähnten Blattern; und aufgeblase.ncii, glockenförmigen, glatten Blunicnkelcheist,üyolcyarnus folii; ovati;, integris ; calycibusinflatis, campanulatis, laevibus. LINN. Syft.veg. p. 184- Mant 46 et. 339. Syst. nat. 3.p. 235 SCOP. FI. Carn. n. 254. ScopoliaCarniolica. JACQ. Obs. bot. x. p. 32. t. 20.Solanum lomnikerum alterum. C. BAUH.pin. 166. CAM. epit. 816.

Diese Art hat Herr v^COpoli bey Idria enc-decket, wo sie häufig in den Wäldern wachst, und umdie Mitte des Aprils blühet. Sie hat in ihrem ganzenAnsehen mit dem gemeinen Lollkraut, Atropa Bel-ladonna, eine sehr große Aehnlichkeit, wie solches ausbeygefügter von Herrn AatflUlN entlehnter Abbildungderselben zu ersehen ist. Sie hat eine perennircude,dicke, knotige, ästige Wurzel, welche ungefehr eines

Dau-