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Fünfter Theil. Von den Kräutern.
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686 Vierte Classe. Fünfter Abschnitt.

Nacht- hohen Stengel, mit wcchselswcise stehenden Zweigen und

schütten. Blattern, die Blatter find ungefehr zween Zoll lang unddrüber, und stehen auf ziemlich lange» Stielen, Fastden Blättern gerade gegenüber entspringen doldenförmige,ei» wenig unter sich hängende Strauße, oder einfachelockere Trauben wcisser Blumen , auf welche runde glatteBeere folgen, welche meistens schwarz, bisweilen aberauch roth oder gelb sind. Ausser der Farbe der Früch-te macht die Pflanze auch in andern Theilen einigeAbänderungen; der Stengel wächst nämlich bisweilenfünf bis sechs Schuh hoch und drüber; und hat baldrunde, bald eckige, bald glatte, bald haarige Zweige;auch die Blätter sind bald glatt, bald haarig, undmanchmal mehr oder weniger eckig, oder nur ausge-schweift; die Früchte sind bey einer guineeischen oderafrikanischen Sorte so groß wie Kirschen, in Europaaber meistens kaum oder nicht halb so groß. Dies«Pflanze hak einen widrigen, narkotischen Geruch, aberkeinen sonderlichen Geschmack. Die Meynungen über«hre Kräfte und Wirkungen sind verschieden; indem sieeinige für ganz unschädlich erklären, andere aber unterdie narkotische Gifte zahlen ; und beyde Theile beweisenihre Meynung, mit glaubwürdigen Beobachtungen;worüber Herr Pros. Gmehlms Abhandlung von gifti-gen Gewächsen in Schwaben verdienet nachgesehen zawerden, wo v. 40. u. folg. umständlich hicvon ge-handelt wird. Nach Tragus, Schröders und Hak-lers Zeugniß sind das Kraut, das davon gebrannt«Wasser , und airch die Beere den Schweinen, Kälbern,Enten und Hühnern tödlich; LttlNöUs sagt, daß mandie Mäuse damit vertreiben könne; auch fressen dieSchaafc diese Pflanze nicht. Bey Menschen ausscrt siegedachter masscn bald gar keine, oder doch geringe,bald mit dem Lollkraut und andern stark narkotischenPflanzen übereinkommende Wirkungen; ob nun aberdiese Verschiedenheit von der Verschiedenheit des Climapnd dessen Einfluß auf ihre Natur, oder von der ver-schiede»