692. Gatt. Gänsfuß. Ckenopo6ium. 8 l r
veg. p. 2,6. Z2i. FI. Suec. n. 222. Chenopo- 0,^,dium foliis triangulari-ovatis Hort. Cliff. 84. f 6ROY. Lugdb. 218. Chenopodium Vulvaria. tNULL,. Diä n. 2. POLL 1 CH. Hist. n. 2;;.SCOP. Fp Carn. n. 2S1 HALL. Hist. n.
1577. Chenopodium foetidum. TOURNEF,
Inst- 506 Atriplex foetida C. BAUH. pin.
119. Vulvaria DALECH hist 54;. BLAKW.
Herb. t. 100. Vulvaria Oarum olcns. LOB.
Ic. 255. Garosmus. DOD. pempt. 616 ,
Dies« Art findet sich ebenfalls in alle» Euro«xaischen Ländern a» den Wegen, Hecken, Mauren, undandern ähnlichen unbebauten Lrkcn, deßgleichen als Uit#kraut in den Gärte»; und blühet vom Junius den ganzenSommer hindurch. Sie wird insgemein Mau-ellkraut,Schamkraut, oder sinkende Melde genennct. Sie istein Somine.gewachs; und hat cmcn meergrünen, roth-gestreiften, mit einem weißen Mehl bestreuten Stengel,welcher auf dein Boden liegt und ungefehr eine Spanneoder einen Schuh lang wird, mit wechsclsweise stehendenZweigen und Blutern. Die Blatter stehen auf achtLimen lanae» Stielen, und find dreyeckig, oder rauten-förmig, stumpf, ungezähnt, ein wenig dick, glatt, meer-grün , und auf der unfern Flache mehlig. Am End«des Stengels und der Zweige wachsen blätterichte Riespen, an welchen die qrüiilichte auswendig mehlichte Blu-men in ungestieleen Büscheigen beysammen fitzen. Die-se ganze Pflanze gibt einen sehr stinkenden Geruch Vonsich, fast wie eingcsalzene Fische, welche anfangen zufaulen; wenn man fie mit den Fingern berührt hat, s»kann man den Gestank nicht wieder wegbringen; undwo die Kleider mit ihrem Geruch angesteckt find, laufendie Hunde hinzu, und pissen daran. Einige Aerzte, be-sonders in England, empfehlen fie als ein besonderesMittel in der histerifchen Krankheit, und Füllst' gab fiein derselben häufig in Form ei er Latwerge; aber ihrGestank macht sie fast unerträglich.
H.)
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