Band 
Neunter Theil. Von den Kräutern.
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8» Vierte Classe. i ster Abschn. rste Abtheil.

Habicht Es hat einen gestreiften, ziemlich haarigen Stamm,kraut, der sich in einige Aeste theilet, welche eben so hoch,als der Stamm selbst ist, werden. Die Wurzelblät-ter sind lanzettförmig, sehr breit, etwas haarig, undam Rande wehrloos gezahnt: jene am Stamm sindherzförmig, und umfassen ihn mit ihrer Basis, anwelcher sie sich nach oben zu zusammenneigen. DieBlumenstiele sind einblumig; das Deckblatchen stehetan selbigen etwas von dem Kelch entfernt. Dieser istweit auseinandergesperrt, seine Blatchen sind der Lan«ge nach beynahe einander gleich, liegen aber doch nichtso sehr Dachzicgclartig übereinander, und sind an derBasis mit schwarzen Härchen, welche aber doch, sowie an der ganzen Pflanze, sich mit einer gelben Drüseendigen, beseyt. Die Saamcn sind schwarz, auf sel-bigen steht eine vielfache, haarige, ungcstielte Saa-menkrone. Nach der verschiedenen Höhe und Lage desnatürlichen Standortes, erhalt diese Art auch zuwei«len eine verschiedene Gestalt; und daher entstundenauch die angeführten Abänderungen. Der Stamm ist zu-weilen ein, zwey, drey auch mehrblumig. Die Blät-ter sind bald mehr bald weniger breit, und haarig,zuweilen auch ganz glatt und ohne Haare. Eben soverhält es sich mit der Höhe des Stammes, welcherbald schuhlang, bald auch nur einige wenige Zolle hochwird. Es ist übrigens dieses Gewächs eine wahreAlpenart, und selten in den botanischen Garten zu fin-den. Sie perennirt.

r6ste 26) Klebriges Habichtkraut. llieraciurnArt. glutinosum.

Unsers. lanzettförmigen, hobclförmigen, ziemlich rauchenzeichen. Blattern, und doldenartig beysammenstehcndenBlumen , Hieracium foliis lanceolatis runcinatisscabriulculis floribus umbellads. LINN. Syst.Veg. p. 599. Sp. Pl. p. 1130. GER. prov. 169.Hieracium dentis leonis folio floribus parvis. C.BAUH. pin. 127. prodr. 63.

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