lvszste Gatt. Distel. Oarduus. 171
Editor des gedachten Supplem. zu versichern, Distel,daß er der Lange seiner Verdienste ganz gewiß einenicht überflüßige Ele würde zugesetzt haben, wenner etwas gewissenhafter bey Edirung dieses Sup-plem. gewesen wäre, und nach dem Beyspiel anderermit selbstbeliebigen Zeichen angezeigt hatte, welchenAntheil er selbst, und andere, und welchen Antheilder verstorbene Herr Archiater von Linne an diesemSupplem. gehabt habe: um wenigstens den wißbe»gierigen Leser nicht in nachtheilige Zweifel zu setzen,ob dergleichen Aenderungen mit Gründen von denrHerrn Archiater selbst, oder von dessen Sohne, seyenunternommen worden. Zwar herrscht in der That ei«ne große Verwirrung, unter erstgedachtcr, und der fol«genden, und unter cestgedachrcr und den beyden vor«hergehenden. Llnne sagt selbst: diese Schartcnarki»ge Distel unterscheide sich von der vorhergehenden,jhr übrigens überaus ähnlichen, durch einen kaumgefurchten, und noch einmal so kurzen Stamm, des.sen Blatter schmahler, besonders die unter den Blumensitzenden, welche lanzettförmig, nicht aber pfriemcn-förmig waren; und von der folgenden katarischen Di-stel sagt er, sie habe Größe und äußerliches Ansehenmit dcx scharkenarngen gemein: — sollte dieses voll«,kommen zutreffen? Wie viel Platz wäre daher zurdeutlichen Auseinandersetzung solcher in der That auf»fallenden Verwirrungen im gedachten Supplem. ge»wescn? Und wre nothwendig selbigen zu benutzen?
Doch dieses wäre nicht der einzige zu vermeidende Fle»ckc, in diesem sonst aller Aufmerksamkeit würdig seynsollenden Buche!
28) Tatarische Distel. Carduus tataricus, rgst«
mit lanzettförmigen den Stamm umfassenden Blattern,
deren Ränder sagcarlig - stachlicht - borstige Bin- Unters,zahiiuugeu haben, und Blumen, welche noch mit Äschen,drey besondern Btarchen umgeben sind, (Rraewd
foliis