Band 
Neunter Theil. Von den Kräutern.
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179
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ivs4ste Gatt. Kratzkraut. Cnicus. 179

Diese Art ist zweyjährig und auf dürren und un. Kratz«fruchlbaren Berggegenden zu Hause. Ihre Blatter kraut,sind lanzettförmig.gleichdreik und mit einer Meng«Überaus stark stechender und großer Stacheln bewaf,ner. Die Blumentöpfe stehen so dichte aneinander,und sind so sehr mit dergleichen Stacheln umschanzt,daß eö fast unmöglich ist, sie, ohne sich zu verwunden,abzupflücken.

4) Zwerg - Kratzkraut. Cnicus pygmaeus. Viere«

Mit einem eiiiblumigcn Stamme, überaus gedrängt bcy^"'einander stehenden beynahe gleichbrciten ungestiel- Unter»kcn Blattern, und einem rmbewehrten Kelche, 9^.Cnicue caule unifloro, foliis sublinearibus sessilibus ' .

consertiilimis, calyce inermi. LINN, Syst. Veg.p. 606. Sp. Pl. p. 11;6. Carduus caule uniiioro, ztichtN«calyce inermi, foliis sublinearibus, sessilibus. JACQ.vind. 282. t. 8. Serracula pygmaea. JACQ. austr.tab. 440. Cirsium pygmaeum. SCOP. Carn. 2,ti. 996. Carduus mollis, Folio oblongo, cirsii ca-pitulo. C. BAUH. pi»i. 377. ^ Carduus mollior hu-tniiis angustifolius. CLUS. hist. 2. p, 157, pann.

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Dieses überaus selten«, an einer einzigen, fast un«zugangbaren Stelle auf dem höchsten Gipfel der öster»reichischen Schneegebürge, wild wachsende Gewächse,endeckte daselbst Llusius zuerst wild: nach ihm fandes Herr Bergrath von AacqulN an der nehmlichenStelle, und bald darauf auch Herr BergrathScopoli auf dem hohen Grtndvvttz in dem Herzog«thum Kram nicht minder selten. Da zu vermuthen ist,daß es wenig Botanisten glücken wird, dieses selteneGewächse zu sehen, so hat der deutsche Herausgeberdieses Pflanzcnsystems es für nothwendig erachtet, we»

NigstenS in einer Abbildung die Liebhaber dieses Der»fes mit dieser klemm Distelart bekannt zu machen.

Herr von Iacguüi hielt diese ihm anfänglich so un-bekannte Pflanze für eine wahre Distel, und nennte

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