i8o Vierte Classs. idterAbschn. isie Abtheil.
Kratz« sie daher Lar6uu8 p^§maeu8. Man war lange
kraut, tn dieser Ueberzeugung, und verführte auch damit denverstorbenen Ritter von Linne. Herr Hofrath vonMyglNd , den wir schon öfters als einen der grvstennoch lebenden Botanisten gerühmt haben, sahe selbige,und fand gar bald, daß mau selbige mit Unrechtzu einer Distelart machen wollte, da sie doch unterdie Gattung der Scharten gehörte. Darauf sahe mansich von Seiten des Herrn von Jacquins gezwungen,den nicht zu überwiegenden Gründen des HerrnHofrath von MyglNds, nicht nur Beyfall zu geben,sondern sie auch in der klar» austriaca, Serratulapygmaea zu nennen, zu befchrciben, und abermalsabzubilden.
Au« einer pcrennirenden, schwarzen, zaserichten,-geruchlosen Wurzel, deren Geschmack beynahe etwaseckelhaft und süßlich ist, kommen verschiedene rasenar-tig beyeinander stehende Pfianzchen heraus, welchesodann erst >.m folgenden Jahre blühen. Jeder auseiner dieser Pflönzchcn hervorkommende Stamm siehteinzeln, ist rund, röhrig, geht zween bis fünf Zollein die Höhe, wird oben sehr dick, steht aufrecht, undist mit weißen, glänzenden, sehr dichte aneinander«stehenden Härchen bekleidet. Die Blatter sind alle unge«stielt, jene ander Wurzel, so wie diese an dem Stam-me, sie kommen in Menge zum Vorschein, und sindbeynahe gleichbreit, spitzig, ohne Adern, auf der Ober«stäche grün, und auf der Unkerflache weißlich, haarig,an ihren Rändern zurückgerollt, abstehend, oder ein-wärts gerollt, und bedecken den ganzen Stamm mitihren Basen: ermge wenige zu Unterst am selbigen sie.hende sind etwas, und überdiß stumpf gezahnt, dirübrigen sind alle glattrandig und unbewehrt. Aufder Spitze des Stammes steht cme einzige, aufrechteBlume, welche, nach Verhältniß der übrigen Pflanze,sehr groß ist: die Haibblümchen nebst den Griffeln
sind